Jun 01 2008

Gentlemen, start your engines!

Kategorie: Allgemein, FreizeitaktivitätenChristian @ 23:28

Mit diesen Worten wird in den USA offiziell ein NASCAR Rennen gestartet. Auf meinem Weg ein richtiger Amerikaner zu werden durfte eine derartige Veranstaltung natürlich nicht fehlen. So entschloss ich mich an meinem letzten Sonntag hier während meines Praktikums ein Stockcar Race zu besuchen.

Auf dem Weg zur Rennstrecke

Die Strecke auf der gefahren wurde lag in Dover, Delaware ca. 2,5 Autostunden von meinem Wohnort. Der Rennkurs ist ein relativ kleines Oval mit einer Rundenlänge von 1 Meile. Dafür werden dann aber auch 400 Runden gedreht. Warum gerade 400 Meilen? Meine Vermutung ist ja, dass es sich bei 400 Meilen um die Mean Distance Between Failure eines amerikanischen Autos handelt. Umso erstaunter war ich, dass kein einziger Wagen mit Motorschaden liegen geblieben ist.

Die Monstermeile in Dover, Delaware

Ich machte mich morgen um 9:30 auf den Weg und dank guten Wetters und mäßigen Verkehrs erreichten wir die Rennstrecke gegen 12:00 Mittags. Völlig unverständlicherweise gab es keine offiziellen Parkplätze und so machten die lokalen Parkplatzbesitzer ein Heidengeld. Wir parkten für 25 USD genau am Eingang und begannen mit einem kleinen Picknick.

Einführungsrunde beim NASCAR Rennen in Dover, Delaware

Gut gestärkt ging es dann zur Monster Meile. Um die Rennstrecken herum standen eine Menge Buden die diverse Merchandising Artikel anboten. Ich hatte zu Hause meinen Gehörschutz vergessen und so erwarb ich für zwei Dollar ein Paar Ohropax. Die besten zwei Dollar die ich in den letzten Zeit investiert hatte, wie sich später herausstellte.

Unfall beim Nascar Rennen in Dover, Delaware

Unsere Sitzplätze lagen in der Südkurve und dann ganz oben. Die Schlange am Aufzug erschien uns zu lang und kletterten die endlosen Stufen hinauf. Oben angekommen schlängelten wir uns zu unseren Sitzplätzen und nahmen Platz. Genau in diesem Moment überflog uns eine Maschine der Navy Seals und Fallschirmspringer wurden abgesetzt. Inklusive bunten Rauchs sauste dieser herab und segelte dann mit seinem Fallschirm in Richtung Rennstrecke.

Materialermuedung

Als nächstes folgte die Fahrerparade. Fahrer für Fahrer fuhr auf der Ladefläche eines PickUps eine Stadionrunde und wurde, je nach Fanzusammensetzung ausgebuht oder bejubelt. Nachdem alle Fahrer eine Runde gedreht hatten, versammelten sie sich im Bereich der Ziellinie und die Nationalhymne erschallte. Unter großem Jubel schaute nun jeder gen Himmel und wie aus dem Nichts tauchten auch endlich die Jets auf. Mit einem ohrenbetäubenden Knall sausten sie über die Zuschauertribüne hinweg. Endlich konnte das eigentlich Rennen starten. Dazu starten die Boliden ihre Motoren und fuhren wie an der Perlenschnur aufgezogen hinter dem Pace Car her. Nach fünf Runden bog dieses dann in die Boxengasse ab und nach überqueren der Ziellinie gaben die Fahrer dann Vollgas.

Ich beim NASCAR Rennen in Dover Delaware

Die Erwartungen waren hochgesteckt als in der 20. von 400 Runden der erste große Unfall passierte. Leider in der Nordkurve. Unser Favorit, Juan Pablo Montoya, blieb Gott sei Dank verschont. Das Rennen wurde unterbrochen, die Wracks von der Strecke geschleppt und die Ölspuren mit Bindemittel beseitigt.

Juan Pablo Montoya beim Nascar Rennen in Dover Delaware

Nach gut 20 Minuten ging es wieder los. Leider war das auch der einzig große Unfall in diesem Rennen. Das Pace Car musste diesen Tag noch öfters aus der Box kommen und das Feld wieder zusammenführen. Am Ende gewann Kyle Busch mit einem Toyota. Interessant ist auf jeden Fall das die Plätze bis 5 auch in der 400. Runde waren und die Plätze bis 12 in der 399. Ein weiterer Crash hätte also ein komplett anderes Ergebnis ans Tageslicht fördern können. Juan Pablo Montoya ist auf Platz 12 gefahren. Nicht besonders schön aber immerhin hat er zwischendurch eine schöne Aufholjagd gestartet.

Kyle Busch freut sich über seinen Sieg beim NASCAR Rennen in Dover, Delaware

Die Siegerehrung hätte ich mir im Vorfeld größer vorgestellt. So verliessen wir relativ zügig das Stadion und gingen in Richtung Parkplatz. Das Verkehrschaos war allerdings vorprogrammiert. Im Schneckentempo ging es in Richtung Highway. Von dort an flutschte es allerdings und gegen 11 Uhr abends waren wir dann auch wieder zu Hause. Morgen beginnen dann hier meine letzte drei Arbeitstage.

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Mai 29 2008

Lobsterfest

Kategorie: FreizeitaktivitätenChristian @ 22:55

Wie der eifrige Blogleser sicherlich schon mitbekommen hat, gibt jeder scheidende Praktikant ein Farewell Dinner. Nun war auch meine Zeit gekommen und so dachte ich mir es wäre Zeit für etwas neues. Das Longhorn Steakhouse, so gut es auch ist, musste zu oft in letzter Zeit herhalten. Mein Wahl viel auf den Red Lobster.

Markus, Sandra und ich beim Red Lobster

Einen neuen Teilnehmerrekord konnte ich damit nicht aufstellen, aber immerhin bekamen wir zweistellige Teilnehmerzahlen zustande. Um 20:30 ging es dann auch los und das Personal hatte für uns ein kleines Séparée hergerichtet. Ich entschied mich an diesem Abend für den Hummer. An dessen Seite gesellten sich Shrimps in Öl und Scampi am Spieß. Die Masse gab dem Lachs den Vorzug.

Mein Hummer und ich beim Lobster Fest

Natürlich kamen Björn und ich nicht herum eine kleine Rede zu halten.

Meine Rede beim Red Lobster

Insgesamt ein sehr netter Abend mit anregenden Gesprächen. Und so langsam wird mir bewusst, dass meine Tage hier in Princeton sich dem Ende nähern.

Die Teilnehmer des Lobster Fests

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Mai 26 2008

Auf den Spuren der Geschichte

Kategorie: ReisenChristian @ 23:37

In Williamsburg, VA ist das Freiluftmuseum Colonial Williamsburg. Hierzu wurde ein Teil der Stadt im Stil des 18. Jahrhundert restauriert. Der Eintritt schlägt mit 37 USD zur Buche. Allerdings fand ich eine Möglichkeit diesen zu sparen. Gestern wurde ich an der Promenade von Virginia Beach von zwei Herren angesprochen, ob ich nicht an Time-Sharing interessiert wäre. Wenn ich an einem Verkaufsgespräch teilnehmen würde, bekäme ich im Gegenzug zwei Tickets für Colonial Williamsburg.

Ich in Colonial Williamsburg

Da konnte ich natürlich nicht nein sagen und so besuchten wir am Morgen die Veranstaltung. Zur Begrüßung bekamen wir erst einmal zwei Gutscheine für ein Frühstück. Gut gestärkt folgte das eigentliche Verkaufsgespräch. Gut 90 Minuten spielte ich den Wackeldackel und heuchelte großes Interesse an dem Objekt. Das dies natürlich nicht stimmte und ich die ganze Nummer für eine reine Abzocke hielt, behielt ich für mich. Auch das spätere dazukommen des Managers konnte mich nicht zum Kauf überzeugen. Am Ende verabschiedete man sich und ich hielt die Tickets in den Händen.

Hauptstrasse in Colonial Williamsburg

Am heutigen Memorial Day ging es also in das Freiluftmuseum. In Colonial Williamsburg angekommen verschafften wir uns erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Wir nahmen an der Einführungstour teil bevor wir uns selbständig umsahen. Wir besuchten diverse Häuser und lernten eine Menge über die Geschichte der frisch gegründeten Nation.

Wir in Colonial Williamsburg

Am Nachmittag fanden diverse Shows statt, die einem das Leben des 18. Jahrhunderts in den Kolonien noch näher brachten. Insgesamt war es auf jeden Fall einen Besuch wert und bei dem Ticketpreis konnte man sowieso nicht meckern.

Schafscherer in Colonial Williamsburg

Die Fahrt zurück nach New Jersey war alles andere als schön. Es waren Massen von Leuten auf den Straßen, die, genau wie wir, das Memorial Day Wochenende genutzt haben um zu vereisen. Nach 9 Stunden reiner Fahrzeit waren wir dann endlich wieder zu Hause angekommen.

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Mai 24 2008

Sonne, Sand und Meer in Virginia Beach

Kategorie: ReisenChristian @ 22:26

Endlich stand das Strandwochenende auf dem Programm. Nach dem Winter und dem langen Frühling ging es endlich mal wieder in die Sonne. Der Florida Urlaub kommt mir auch schon wieder ewig lang her vor.

An der Promenade von Virginia Beach

Zum Strand waren es ungefähr 25 Meilen, die sich dank Highway aber schnell zurücklegen ließen. Die Parkplatzsuche in Virginia Beach war einfacher als ich zuvor gedachte hatte. Es gab keine Notwendigkeit sich den Abzockerpreisen hinzugeben. So fütterten wir die Parkuhr mit Quartern und marschierten in Richtung Atlantik. Die Promenade wirkte etwas karg. Während man in Spanien ein Geschäft und eine Bar neben der nächsten vorfindet, gibt es hier nichts.

Am Strand in Virginia Beach

Am Strand breite ich erstmal mein Handtuch auf und in Nullkommanix lag ich in der Sonne und brutzelte vor mich hin. Die Fahrt nach Virginia Beach hatte mich doch mehr geschlaucht als ich gedacht hätte und so schlief ich ein.

Abends an der Promenade von Virginia Beach

Die Rechnung bekam ich dann am Abend, wo ich mir einen kleinen Sonnenbrand geholt hatte. Ich zog natürlich sofort meine Lehre daraus und besorgte mir im nahegelenden Supermarkt eine Flasche Sonnenspray.

Den Abend nutzten wir um über die Promenade spazieren zu gehen und den Sonnenuntergang zu genießen. Den Abschluss bildete dann noch ein Abendessen im Longhorn Steakhouse.

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Mai 23 2008

Fahrt nach Virginia Beach

Kategorie: ReisenChristian @ 23:07

Ein langes Wochenende steht an, denn am Montag ist hier in den USA der Memorial Day. Dieser US-amerikanische Feiertag, der zu Ehren der im Krieg für das Vaterland Gefallenen begangen wird, findet traditionell am letzten Montag im Mai statt.

Fahrt nach Virginia Beach

Für mich stand somit fest, dass ich dieses Wochenende nicht zu Hause verbringen würde. Es bildeten sich bei Siemens diverse Grüppchen, die Fahrten nach Kanada, Boston oder Washington D.C planten. Ich hatte schon alle drei Orte in jüngster Vergangenheit besucht und so musste was neues her. Ich entschied mich für den Bundesstaat Virginia. Sechs Stunden Autofahrt lagen gerade noch im Rahmen des Erträglichen und gegen Strand gibt es sowieso nie etwas einzuwenden.

Im Hotelzimmer in Virginia Beach

Am frühen Nachmittag ging es von Princeton aus los gen Süden. Der Verkehr floss die gesamte Strecke über und so erreichte ich mein Hotel in Norfolk Freitag Abend. Morgen geht es dann endlich an den Strand um sich in der Sonne zu aalen.

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