Frühstück – Die wichtigste Mahlzeit des Tages?!?

Am Frühstück scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Für die einen unverzichtbar, für die anderen nicht unbedingt notwendig. Ich halte mich irgendwo dazwischen auf. Gegen ein gutes Frühstück habe ich nichts einzuwenden, kann im Zweifel auch gut drauf verzichten.

Das Frühstück im Holiday Inn in Princeton ist für viele Praktikanten der Grund so lange wie möglich im Hotel zu verweilen. Woran liegt das?

Frühstücksbuffet im Holiday Inn in Princeton

Sicherlich zum einen an der reichen und vielfältigen Auswahl. Man kann hier zwischen Pan Cakes, Rührei mit Speck, Bagels oder Corn Flakes wählen. Ausserdem gibt es frisches Obst und diverse Säfte.

Pan Cakes zum Frühstück

Mein Frühstück sieht eigentlich fast immer gleich aus. In der ersten Runde gibt es Pan Cakes mit Ahorn-Sirup. Danach gibt es dann noch schönes Rührei mit Speck und sollte ich dann immer noch nicht voll sein, ein paar Kartoffeln. Als Getränk hat es mir der Cranberry-Saft angetan.

Rührei mit Speck

Kurzzeitig hatte ich es auch mal in Erwägung gezogen Corn Flakes zu frühstücken. Allerdings habe ich den Gedanken dann schnell wieder verworfen, nachdem ich mir überlegt hatte, dass es Corn Flakes sicherlich für den Rest des Praktikums geben wird.

Insgeheim zähle ich schon die Tage, bis ich meine Henkersmahlzeit hier einnehmen werde. Und wie ich heute erfahren habe, wird es morgen dank Thanksgiving kein warmes Frühstück geben. Anstelle dessen tritt dann das klassische Continental Breakfast an die Reihe. :-(

Sex mit der Ex???

Eher mit der jüngeren Schwester. So lässt sich meine Situation am besten beschreiben. Denjenigen unter euch die mich schon länger kennen, ist mein schwarzer Toyota Corolla sicherlich noch ein Begriff.

Toyota Corolla von vorne rechts

Vor genau einer Woche, am Montag, bekam ich in Iselin meinen Wagen. Und es ist ein Toyota Corolla. Allerdings nicht in schwarz sondern in weiß. Nun muss ich aber eingestehen, dass mein alter Corolla viel sportlicher wirkte als diese Familienversion. Immerhin ist der Wagen schön geräumig und die Verbrauchswerte sind mir auch bekannt.

Toyoto Corolla von vorne

Heute durfte ich den Wagen auch gleich mal volltanken. Ich bin in der letzten Woche knapp über 300 Meilen gefahren. Und das obwohl mein Weg vom Hotel zur Arbeit gerade mal knapp vier Meilen sind. Will man in diesem Land allerdings was machen, muss man gleich etliche Meilen auf der Bundestraße überwinden. Und das summiert sich dann.

Toyota Corolla Heck

Verglichen mit Deutschland ist das Benzin hier recht preiswert. Ich habe heute für 2,999 USD/Gallone getankt. Das entspricht in etwa 0,54 Euro/Liter. Unsere Eltern können sich unter den Benzinpreisen sicher noch etwas vorstellen. Und dabei klagt man mir hier in USA immer darüber wie teuer der Sprit mittlerweile ist.

Toyota Corolla von der Seite

Während meinen Praktikantenkollegen über ihre durstigen amerikanischen Riesenautos beklagen, kann ich darüber mit meinem Toyota nur schmunzeln. Ich habe nach dem Tanken mir mal die Mühe gemacht und den Durchschnittsverbrauch ausgerechnet. Mit einer Gallone komme ich ca. 30 Meilen hin. Das entspricht in nach deutschem Empfinden ca. 7,8l/100km. Ein sehr vernünftiger Wert.

Battle of the DJ’s

Jetzt bin knapp eine Woche in den USA und es wird Zeit mal auszugehen. Da bietet sich die Battle of the DJs im Radisson Hotel in New Rochelle, New York an. Mein Kumpel Michael Guiliagni von Top Notch Djs trat gegen einen anderen DJ von 3° an. Dieser hatte noch eine Sidekick dabei, welcher Dave Chapelle zum Verwechseln ähnlich sah. Keine Frage, dass ich mir das Event entgehen lassen würde.

Zuvor hatte ich noch mit HR abgeklärt, ob ich mit dem Auto nach New Rochelle fahren dürfe, da das ziemlich nah an Manhattan liegt. Laut Mietvertrag dürfen wir Siemens-Praktikanten nicht mit den Auto nicht nach New York City fahren. Aber HR gab grünes Licht, solange ich die I-95 nicht verlassen würde um durch die Bronx abzukürzen.

Freunde und ich bei der Battle of the Djs

Bevor der eigentlich Event losging, trafen sich ein paar Freunde und ich in der Nähe der Location in New Rochelle um noch einen kleinen Snack vorher zu nehmen. Meine neue Vermieterin war auch mit von der Partie, so dass ich ganz nebenbei noch ein paar organisatorische Sachen klären konnte. Wir gingen ins Buffalo Wild Wings und selbige waren es auch, die ich bestellte. Die Hälfte in Honey-BBQ und die andere Hälfte in spicy garlic. Eine weise Entscheidung wie sich später herausstellen sollte. Die Quesadilla die ich später dann noch aß, überzeugte hingegen nicht.

Sandra und ich bei der Battle of the DJs

Gegen 23:00 Uhr ging es dann endlich mit dem Event los. Die DJs hatten ihr Equipment aufgebaut und die “Battle” konnte starten. Dazu durfte jeder DJ immer fünf Tracks auflegen und musste zusehen, dass zum einen die Auswahl gut war, die Übergänge passten und das ganze auch tanzbar(!) war. Kontrollen am Eingang gab es übrigens keine und wenn man schlau wäre, hätte man seinen Alkohol mitgebracht. Da ich allerdings fahren musste holte ich mir eine Flasche Wasser. Die hat dann auch sage und schreibe 5 USD gekostet. Hoffentlich kommt bald der erste Gehaltsscheck von Siemens.

Kurze ziehen bei der Battle of the DJs

Irgendwann wurde ich dann sehr müde und blieb nur noch der Höflichkeit. Dies sollte sich auszahlen, da Michael gewann. Der Preis war ein Dinner für sechs Personen sowie eine Room-Party im Hotel. Ich gehe schwer davon aus, dass ich auch daran teilnehmen werde.

Die Rückfahrt forderte dann nochmal alles von mir ab. Es hat mich insgesamt fast zwei Stunden gekostet bis ich endlich in Princeton war. Um meine Müdigkeit zu unterdrücken hielt in in New Jersey noch bei Mc Donald’s an, bei welchem der Drive-Thru geöffnet war. Da man dort aber anscheinend unfähig war meinen Hazelnut-Eiskaffee klarzumachen fuhr ich nach 9(!) Minuten Wartezeit im Drive-Thru einfach davon. Immerhin waren die Straßen leer, so dass ich kurz vor 04:00 Uhr endlich im Bett war.

Mein Hotelzimmer

Heute stelle ich mein Zimmer im Holiday Inn in Princeton vor. Ursprünglich gab man mir hier ein Zimmer mit zwei Betten. Dies habe ich selbstverständlich sofort moniert, da einfach zu viel Platz mit dem zweiten Bett verschwendet wird.

Das Zimmer ist sehr groß, sauber und gemütlich. Allerdings auch sehr kalt, was an den zwei Aussenwänden liegt. Beheizt wird das Zimmer durch eine Klimanlage/Heizlüfter-Kombination. Wenn man die ein paar Minuten laufen lässt, ist es auch schön kuschlig warm. Mein Bett ist ein Queensize und somit gute 1,5m breit. Da braucht man sich keinerlei Sorgen machen rauszufallen. Abgerundet wird das ganze durch vier Kissen die alle verschiedene Härtegrade haben.

Mein Zimmer im HolidayInn in Princeton

Der Fernseher macht auch einen guten Eindruck und weil er sehr nah am Bett steht wirkt er auch einigermaßen groß. Außerdem wurde da ein N64 eingebaut aber ich will gar nicht wissen, was der Spaß hier kostet. Ich war schon neugierig was Pay-per-view hier läuft, aber bei 12,99 USD pro Film hört der Spaß dann auf.

Wireless Internet hingegen ist dafür kostenlos und somit stellt das Bloggen hier am Abend auch keinerlei Problem dar. Wenn man allerdings etwas mehr über den Äther anfordert, drosseln die einem hier die Leitung. Also muss das neueste Update auf MacOSX 10.4.11 noch ein wenig warten.

Mein Badezimmer im HolidayInn in Princeton

Das Badezimmer überrascht auch angenehm mit großem Waschtisch und Spiegel. Jeden morgen bringt die Reinigungskraft neue Shampoos, Duschgels und Lotionen, die ich dann immer verstecke um so den Verbrauch zu suggerieren. Nutzen werde ich die kleinen Fläschchen dann, wenn ich hier auf Reisen und Trips gehe.

Siemens Corporate Research zahlt jedem Praktikanten für 13 Nächte das Hotelzimmer. Diese Animositäten wie ein täglich frisch gemachtes Bett, der kurze Weg zur Arbeit und das Frühstück (Bericht darüber folgt später gesondert) nutzen viele Praktikanten, mich eingeschlossen, gerne voll aus bevor sie dann in ihre Bleibe für den Rest des Praktikums umziehen.

Ich war noch niemals in New York

Stimmt in meinem Fall nicht ganz. Für viele der anderen Praktikanten die heute mit zur Einführungsveranstaltung bei CDS in New York City fuhren allerdings schon.

Morgens stand allerdings erstmal wieder das geniale Frühstück im Hotel an. Mein “Schützling” war auch schon da. Wir aßen zusammen Frühstück und machten uns dann zügig auf den Weg zur Bahnstation “Princeton Junction”. Dort hatten wir auch gleich das erste Parkplatzproblem. Direkt am Bahnhof gab es keinen einzigen Parkplatz mehr. Uns viel ein scheinbar verlassener Parkplatz auf wo wir das Auto zunächst abstellten. Wie sich jedoch herausstellte war der nur für (zahlende) Anwohner vorgesehen und bevor man uns für teuer Geld das Auto abschleppt beschlossen wir weiter zu suchen. Letztendlich fanden wir auch einen (kostenpflichtigen) Parkplatz mussten dann aber einen kleinen Fußweg in Kauf nehmen.

Wir kauften uns die Zugtickets für jeweils ca. 12 USD und waren froh, dass wir den Zug noch rechtzeitig bekommen hatten. Wir hatten Glück und es war ein Expresszug, so dass dieser nur ein oder zwei Stops bis New York City machte.

In New York City an der Penn-Station angekommen wechselten wir in die U-Bahn. Wir holten uns zusammen eine 6er-Karte und weil wir so vor uns hinträumten sind auch gleich in die falsche U-Bahn gestiegen und waren auf dem Weg nach Downtown-Manhattan. Zum Glück merkten wir das rechtzeitig und waren kurze Zeit später im richtigen Zug. Nach zweimal umsteigen stand noch ein kurzer Fußmarsch an und pünktlich wie die Maurer erreichten wir das Gebäude von CDS. Das Deutsche Konsulat ist im gleichen Gebäude beheimatet.

Bei CDS mussten wir dann durch eine Sicherheitsschleuse und unser “Handgepäck” wurde auch geröntgt. Jeder von uns bekam dann noch ein farbiges Namensschild bevor es dann Treppensteigen hieß.

Oben erwartete uns dann ein riesiger Saal und wir saßen allesamt im Kreis, während sich das CDS-Personal vorstellte. Im Anschluss wurden wir nach den Farben unserer Namensschilder aufgeteilt und je ein CDS-Betreuer übernahm eine Gruppe.

In der Gruppe musste durfte sich jeder dann vorstellen bevor uns dann all das erklärt wurde, auf was man in den USA achten muss.

Im Central Park in New York City

Nach zwei Stunden war das Meeting vorbei und wir wurden entlassen. Die Masse zog es nun vor New York City zu erkunden. Ich für meinen Teil kannte die Stadt schon relativ gut und meine Begleitung brauchte ja noch ihren Mietwagen. Ein weiterer Praktikant der noch ein Meeting in seiner Abteilung hatte kam auch mit uns. Zur Sprachunterstützung hatte er einen kleinen Übersetzer dabei, auf dem ich immer fleissig tippen durfte, wenn er das ein oder andere Wort nicht kannte.

Ich mit dem Chinesich-Uebersetzer

So machten wir nur einen kleinen Abstecher durch den Central Park. Den Namen Lunge der Stadt trägt er zurecht und der Herbst liefert hier ein wahres Farbenmeer.

The Lake, Central Park

Dann fuhren wir mit der U-Bahn zum Times Square. Von da aus liefen wir wieder zu Penn-Station und bestiegen den Zug in Richtung Princeton.

Am Times Square in New York City

Diesmal hatten wir leider nicht ganz soviel Glück und erwischten den Bummelzug, welcher über eine Stunde für die Strecke brauchte. In Princeton angekommen machten wir uns dann mit meinem Wagen auf nach Iselin zur Autovermietung. Es war knapp aber zwanzig Minuten vor sechs Uhr erreichten wir die Mietstation und alle Beteiligten waren sichtlich erleichtert.

Um den Tag abzurunden kehrten wir noch beim Mexikaner ein und aßen genüsslich zu Abend. Alles in allem eine sehr runde Sache.

Ich fuhr zu allerletzt noch den Praktikanten nach Princeton zu Siemens Corporate Research, wo sein Auto stand. Sein Meeting fand allerdings ohne ihn statt, da dies zeitlich unmöglich zu schaffen gewesen wäre.