Mein neues Spritsparwunder: Der Toyota Prius Hybrid

Seit meinem ersten Tag hier im Praktikum habe ich vom Toyota Prius geträumt. Dies ist der erste Serienwagen von Toyota, der sowohl mit Verbrennungs- als auch mit Elektromotor angetrieben wird. Ganze 400 Nm Drehmoment bringt der Elektromotor auf die Räder. Davon können sogar Dieselaggregate nur träumen. Dem Elektromotor gesellt sich ein kleiner 1.5 Liter Motor.

Der Toyota Prius von vorne

Der Traum vom Prius zerplatzte jedoch relativ schnell wie eine Seifenblase, als wir feststellten, dass die Autos bei National sehr rar gesät sind. Ich machte mich letzten Freitag also mal wieder nach Newark zum Flughafen auf um meinen Pontiac G6 GT abzugeben. Das Auto vermittelte eine Menge Fahrspaß und brauchte super viele Extras mit sich, verbrauchte in meinen Augen aber viel zu viel Benzin, was in anbetracht der Benzinpreisentwicklung in den USA zum Alternativen suchen lässt.

Da der Spritpreis hier in den letzten Wochen von 2,999 USD/Gal auf ca. 3,499 USD/Gal angestiegen ist, brauchte ich eine spritsparende Alternative. Eigentlich sollte es ein VW Golf (oder Rabbit wie er hierzulande heisst) werden. Am Flughafen angekommen erspäte ich bei meinem Autovermieter jedoch den Toyota Prius. Ich konnte meinen Augen kaum trauen und das erste was ich tat, war die Schlüssel des Vehikels zu sichern.

Nachdem der obligatorische Papierkrieg abgeschlossen war sauste ich mit leichten Tritt aufs Gas (im Elektrobetrieb) vom Hof. Für unsere Freunde und Leser, die ihre Auto von Enterprise beziehen ist das natürlich ein weiterer Schlag ins Gesicht. Ob sportlich oder spritsparend: Wir National-Kunden sind euch immer eine Autolänge voraus. ;-)

Toyota Prius von hinten

Ich bin gespannt, was der Prius sich im Verbrauch schlägt und was für Werte er in die Tankstatistik einfließen lassen wird. Evtl. schreibe ich sogar noch einen ausführlichen Fahrbericht.

Die zwei Prius Motoren

UPDATE:

Mittlerweile hat mich der Prius auch schon einmal zur Zapfsäule gebeten. Das Ergebnis war ein Durchschnittsverbrauch von über 450 Meilen pro Gallone. Das entspricht einem Benzinverbrauch von ca. 5 L/100km.

Benzinverbrauch Toyota Prius Hybrid

Die New York City Five Boro Bike Tour

Um kurz vor 5 Uhr in der Früh klingelte der Wecker. Und das an einem Sonntag. Egal, heute stand die New York City Five Boro Bike Tour auf dem Programm. Das sind über 40 Meilen durch den Big Apple.

Streckenverlauf der Commerce Bank Five Boro Bike Tour 2008

Markus war Punkt 5:30 Uhr bei mir und wir verluden die Fahrräder und unser Gepäck in meinen Wagen. Mit einem kurzen Zwischenstop bei Dunkin Donuts fuhren wir zur Linden Trainstation um mit der NJ-Transit in Richtung Penn-Station zu fahren.

Auf dem Bahnhof beim Verladen der Räder

Dort angekommen trafen wir auch gleich weitere Leute von Siemens und zusammen radelten wir gen Süden in Richtung Battery Park wo das Spektakel anfangen sollte. Am Ground Zero angekommen trafen wir schon auf riesige Menschenmassen. Mein Hinterreifen konnte noch ein bisschen Luft vertragen und so mussten Markus und ich wirklich bis ganz runter zum Battery Park, wo eine Repair-Station aufgebaut war. Der Servicetechniker pumpte ordentlich PSI auf meinen Reifen, bis der knackevoll war. Als nächstes mussten wir die Fahrradhalterungen für unsere Garmin eTrex Vista HCx Geräte montieren. Dank mitgebrachten Schraubendrehers war auch das in kürzester Zeit erledigt.

Am Start der Bike Tour

Nun hieß es warten. Es kam uns wie eine Ewigkeit vor, bis wir endlich losradeln konnten. Bis zum Ground Zero schoben wir die Räder nur. Am Ground Zero rief mich auch Thomas schon an, er sei mit den anderen mittlerweile an der 54. Straße, knapp unterhalb des Central Parks. Für uns flutschte der Verkehr nun erstmal und wir konnten die ersten Meilen durch Manhattan radeln. Das ganze fand dann jedoch an der 54.Straße ein Ende. Wieder Stau vor uns.

Thomas und ich im Central Park

Thomas hatte es in der gleichen Zeit bis zur 56. Straße geschafft und so trafen wir uns mit den anderen um von nun an gemeinsam weiter zu fahren. Nach Ende des Staus ging es durch den Central Park weiter nach Norden. Im Anschluss radelten wir in den Strassen der Bronx und kamen an die erste Brücke.

In den Strassen der Bronx

Nun ging es wieder in Richtung Süden über den Franklin D. Roosevelt Drive, wo wir auch gleich mal bei der ersten Rest-Area anhielten um uns an Südfrüchten und Wasser zu laben. Unter dem Gracie Mansion hindurch überquerten wir den East River über die Queensboro Bridge nach Queens. Mittlerweile waren wir unter den letzten Teilnehmern, weswegen uns Teile von Queens vorenthalten wurden. Über die Pulaski Bridge also weiter nach Brooklyn, wo wir am Wasser entlang, am Brooklyn Navy Yard vorbeizogen und unter der Brooklyn Bridge drunter durch fuhren.

Markus und ich vor der letzten Bruecke

Nach einem weiteren Anstieg waren wir dann auf dem Brooklyn Queens Expressway. Dort hatte sich irgendein Trottel mit seinem Fahrrad hingemault und der gesamte Verkehr kam zum erliegen. Mittlerweile brannte die pralle Nachmittagssonne auf uns herab und wir dörrten vor uns hin. Gut eine Stunde ging es schiebend voran. Auf der Gegenspur floss der Autoverkehr, was die Situation nicht verbesserte. Irgendwann rollte das Feld wieder und es ging hinunter zum Shore Parkway.

Stau auf dem Brooklyn Queens Expressway

Wieder am Wasser entlang zeichnete sich das letzte Highlight der Tour vor uns ab: Die Verrazano Narrows Bridge, die nach Staten Island führt. Kurz vor der Brücke gab es noch eine weitere Rest-Area, doch auch hier war mittlerweile alles außer Wasser schon verzehrt worden. Der letzte Anstieg die Brücke rauf zehrte nochmal ganz schön an den Kräften. Runter ging es dann freilich einfacher und man rollte schön zum Fort Wadsworth aus, wo das so genannte Festival stattfand. Wir sammelten uns mit den anderen Praktikanten legten ein kleines Pause ein.

Auf der Staten Island Ferry

Nach dem Festival folgten noch mal drei Meilen bis zur Staten Island Ferry, die einen wieder zurück nach New York City brachte. Am Battery Park spalteten wir uns auf und jeder ging seiner Wege. Markus und ich mussten zurück zur Penn-Station radeln. Diesmal allerdings waren die Straßen wieder für den normale Verkehr freigegeben worden und so durften wir das Fahrradkurierfeeling live miterleben. Ist ein wenig wie Roller fahren in Rom oder Athen. Nur das man hier selber in die Pedale treten muss und Fahrräder unter Taxifahrern nicht sonderlich beliebt sind.

Abschlussgruppenfoto nach der New York City Five Boro Bike Tour

Nachspielzeit

Heute wäre ursprünglich mein letzter Tag gewesen. Ich hätte nie gedacht, dass ein halbes Jahr so schnell herum sein könnte. Allerdings habe ich mich entschieden noch ein wenig länger im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verbringen und so geht mein Praktikum jetzt in die Verlängerung. Obwohl es sich angesichts der kurzen Zeit von einem Monat eher um eine Nachspielzeit handelt.

Thomas, Markus und ich vor dem Siemens Corporate Research Hautpeingang

Für Thomas und Markus endet die Zeit hier bei Siemens allerdings und es steht ein reisefreudiger Monat für die beiden an. Wie es sich gehört wurden heute noch mal ordentlich Donuts bei Dunkin Donuts eingekauft und der Abschied der beiden im RFID-Lab im Keller zelebriert.