Die Moster Jam in Philadelphia

Die letzte Woche habe ich gut mit meiner Krankheit geschwächelt und nur so vor mich hinvegetiert. Am Dienstag schlug Manuel vor wir könnten ja mal zu einer richtig amerikanischen Veranstaltung gehen: Der Monster Jam in Philadelphia.

Die Halle vor dem Beginn der Monster Jam

Anfänglich war nicht so 100% überzeugt, aber wenn man schon mal hier, dann sollte man das auch mitnehmen. Die Tickets waren schnell im Netz gebucht. Merkwürdig jedoch war, dass man sich für 3,50 USD die Tickets zuschicken lassen konnte oder aber für 2,50 USD selbst ausdrucken durfte. Wir entschieden uns für letzteres und waren dankbar das nicht noch eine Art “Convenience Fee” anfiel.

Monster Jam Flagge und Hymne

Wir machten uns also heute rechtzeitig direkt nach der Arbeit auf nach Philadelphia. Trotz Berufsverkehrs schafften wir die Strecke in knapp über einer Stunde. Wir bezahlten brav die frechen 11 USD fürs Parken und bewegten uns in die Wachovia Arena. Nach einer sehr kurzen Wartezeit ging es los. Die Monstertrucks fuhren in die Arena. Es war ohrenbetäubend. Selbstverständlich durfte das allgegenwärtige Ritual auch hier nicht fehlen und es wurde eine riesige Flagge hereingebracht. Dazu Militärpräsenz und eine Dorfschönheit aus den Vororten der Stadt die Nationalhymne trällern durfte.

Monster Truck Racing

Dann ging es endlich los. Die erste Disziplin nannte sich “Racing” und jeweils zwei Monstertrucks traten gegeneinander an und mussten eine kurze Sprintdistanz über einer paar Autowracks zurücklegen. Dabei wurde das KO-System angewandt. Zum Schluss blieb ein Truck in Hundedesign übrig.

Quad Race

Es folgten die Quads, die sich ein kleines Rennen über sechs Runden lieferten. Dabei ging es anscheinend um die Rivalitäten zwischen dem verhassten Team New York und dem Team Philadelphia.

MotoCross Freestyle

Danach kam für mich der Highlight der Veranstaltung. Drei MotoCross Fahrer sprangen über eine Rampe in der Mitte der Halle und zeigten dabei in bester Night-Of-The-Jumps Manier ihr können. Das ganze ist wesentlich beeindruckender als im Fernsehen.

Blue Thunder Freestyle

Im Anschluss sollten dann noch mal die Monstertrucks ihren Moment haben. Diesmal in der Disziplin Freestyle. Jeder Truck hatte dafür eine festgelegte Zeit und durfte durch die Halle hüpfen. Eigens dafür wurde noch ein altes VW-Bus Pendant in die Halle geschafft, das jedoch nur noch vom Lack zusammengehalten wurde.

Gravedigger Freestyle Wettbewerb

Alles in allem ein super Spaßveranstaltung die man höchstwahrscheinlich nur einmal im Leben macht. Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert.

Manuel bei der Monster Jam

New York Knick vs. Indiana Pacers

Nach der Superbowl und dem gestrigen Super-Duper-Giga-Tuesday stand heute ein weiteres Großereignis an. Durch einen glücklichen Umstand, auf den ich hier nicht weiter eingehen werde, habe ich Karten für das Basketballspiel der New York Knicks gegen die Indiana Pacers im Madison Square Garden bekommen.

Es war nicht sonderlich schwierig eine Begleitung unter den Siemens-Praktikanten zu finden und so sagte Markus schnell zu. Wir planten gegen 17:00 Uhr unseren Arbeitsplatz zu verlassen um so mit genügend Zeit im Rücken nach Norden bis zum Metropark zu fahren und dann mit dem Zug nach New York City zu fahren. Als kleine Anmerkung sei gesagt, dass es heute sauwarm war. Man könnte meinen der Winter sei vorüber.

New York Knicks Logo

Leider machte mir die tückische Tankanzeige meines Chevrolet Cobalt Sport hier einen Strich durch die Rechnung. Kurz bevor wir am Turnpike waren wechselte die Anzeige von 50 Meilen übrig auf “Tank leer”. Das Tankstellennetz war in diesem Teil von New Jersey anscheinend nicht so gut ausgebaut, so dass uns die ganze Aktion gute 20 Minuten gekostet hatte. Damit war die Metroparknummer gestorben. Plan B sah es vor, bis nach Newark zu fahren und dort den Zug zu besteigen. Leider leitete uns die veraltete TomTom-Software völlig fehl, so dass wir am Schluss nur noch unter Zuhilfenahme einiger Kollegen von Siemens Corporate Research in der Lage waren die Penn-Station in Newark zu erreichen.

Knicks vs. Pacers

Zu diesem Zeitpunkt war ein rechtzeitiges Erreichen des Spiels schon unmöglich. Wir ließen uns die gute Laune nicht verderben und als wir obendrein noch erfuhren, dass wir diese Woche als Studenten kostenlos mit dem Zug fahren konnten, war uns sowieso fast alles egal. Mit leichter Verspätung erreichten wir den Madison Square Garden und etliche Rolltreppen später auch unsere Plätze. Diese scheinen hier für Leute mit einer Körpergröße bis 1,50m gebaut worden zu sein. Als durchschnittlicher Mitteleuropäer ist an Beinfreiheit nicht zu denken.

Knicks Free Throw

Das Spiel selbst war sehr unterhaltend, konnte stimmungsmäßig jedoch nicht das einstige Eishockeyspiel anknüpfen. Immerhin wurde das Spiel während diverser Time-Outs von den örtlichen Cheerleadern angeheizt. Letztendlich verloren die New York Knicks mit 100:103. War eine knappe Geschichte spannend bis zum Schluss.

New York Knics Cheerleader

Fazit: Ein netter Abend in der Stadt die niemals schläft.

Superbowl XLII

Eigentlich wäre heute an ganz gewöhnlicher Sonntag. Einer an dem wie an jedem anderen das wöchentliche Bowling auf dem Programm stände. Es ist jedoch der erste Sonntag im Februar und das bedeutet es ist:

Superbowl XLII Logo

Heute geht es für die New York Giants und die New England Patriots um alles. Wer wird am Ende die Vince-Lombardi-Trophy in den Händen halten?

Ich beim Superbowl schauen

Ich beschloss, dass Spiel bei ein paar Freunden zu schauen. Bevor es losging musste ich jedoch noch an der Hünchenuniversität Cluck-U Chicken immatrikulieren und ein paar Flügel besorgen. Ich holte 50 dergleichen, in den Geschmacksrichtungen: Honey-Hickorey, Carribean Jerk, Atomic and Nuclear.

New York Giants Fans

Dann ging es direkt zum Ort des Geschehens. Der 60 Zoll HDTV-Flachbildfernseher von Sony sorgte in Verbindung mit der dazugehörigen Surround-Sound-Anlage für das nötige Stadion-Feeling. Andere Gäste brachten Pizza, Salate, Chips, Bier und Erfrischungsgetränke mit.

Sony 60 Zoll HDTV

Leider muss ich zugeben, dass das Spiel am Anfang ein wenig vor sich hintröpfelte und erst das letzte Viertel die erhoffte Spannung brachte. Nach diversern Interceptions, Fumbles, Turnover on Downs, Punts etc. lagen die New England Patriots in Führung. Die New York Giants glichen den Punkterückstand jedoch aus, die Patriots kamen nochmals in Spiel und holten sich die Führung bis einige Sekunden vor Schluss zurück. Letztendlich war es jedoch ein knackiger Touchdown der die Entscheidung herbeiführen sollte. Die Giants hatten gewonnen, und die Masse der Anwesenden war glücklich.

Gruppenbild

Alles in allem hat der Abend viel Spaß gemacht und ich betrachte American Football nun nicht mehr als den langweiligen Sport, wie zuvor. Noch eine kleine Anmerkung am Rande: Das Spiel fand im University of Phoenix Stadium statt. Dieses fasst 65.000 Zuschauer. Eine Zahl wovon unsere Freunde in der Alpenrepublik zur Fußball-Europameisterschaft 2008 nur träumen können. Und hierbei handelt es sich um ein Universitätsstadion

Eine gute Hand voll

Eine gute Hand voll hört man ja irgendwie immer wieder. Manchmal darf es auch gerne etwas mehr sein. Vor allem beim Bowling. Und so sollte meine Kugel die Größe 15 werden. Doch der Reihe nach.

Unter uns Praktikanten keimte die Idee auf, nach Arbeit mal eine ruhige Kugel zu schieben. Und schon war die Idee des Bowling Abends geboren. Als Ort wurde das Brunswick Zone auserkoren. Dies befindet sich ca. 10 Meilen nördlich von Siemens und liegt idealerweise für mich auf dem Weg nach Hause. Ich hatte versucht über interne Emails ein wenig die Werbetrommel zu rühren und schaffte es immerhin fünf Leute zu gewinnen.

Die Jungs und ich auf der Bowlingbahn

In letzter Minute versuchten wir uns auf der Webseite der Bowlingbahn einen Coupon zu besorgen, allerdings wurde der nicht mehr rechtzeitig zugestellt. Wir trafen uns um 20:30 auf dem Siemens-Parkplatz (ja, ich hatte bis zu dem Zeitpunkt gearbeitet) und fuhren mit zwei Autos gen Norden. Als wir die Bowlingbahn neben der “Autobahn” sahen, hieß das noch lange nicht, das wir sie auch gefunden hatten. Doch dank modernster GPS-Navigation und meiner Fähigkeit Karten auszuwerten schafften wir es letztendlich. Der zweite Wagen brauchte etwas länger aber nach gut einer Stunde waren wir alle vor Ort und Stelle.

Bahn 6 der Bowlingbahn

In der Bowlinghalle stellten wir erfreut fest, dass es ein Family-Special gab. Für knapp 60 USD durften bis zu 6 Personen für zwei Stunden bowlen was das Zeug hält. Schuhe und ein Cola-Pitcher waren inkludiert. Nach kurzem überschlagen der Einzelpreise entschieden wir uns für das Family-Special. Wenn wir nächstes mal noch einen sechsten Mann (oder Frau) auftreiben könnten, hätten wir das Angebot vollends ausgereizt.

Bahn 6 war die unsere und innerhalb der zwei Stunden schafften wir drei Runden. Gegen Ende merkte man allerdings schon erste Ermüdungserscheinungen der einzelnen Spieler an. Die Ergebnisse waren durchwachsen und lagen alle sehr dicht beieinander. Wir werden hoffentlich noch öfters in der Zukunft Zeit finden an unserer Technik zu feilen und den 300 Punkten ein wenig näher kommen.