29. Mai 2008
Wie der eifrige Blogleser sicherlich schon mitbekommen hat, gibt jeder scheidende Praktikant ein Farewell Dinner. Nun war auch meine Zeit gekommen und so dachte ich mir es wäre Zeit für etwas neues. Das Longhorn Steakhouse, so gut es auch ist, musste zu oft in letzter Zeit herhalten. Mein Wahl viel auf den Red Lobster.

Einen neuen Teilnehmerrekord konnte ich damit nicht aufstellen, aber immerhin bekamen wir zweistellige Teilnehmerzahlen zustande. Um 20:30 ging es dann auch los und das Personal hatte für uns ein kleines Séparée hergerichtet. Ich entschied mich an diesem Abend für den Hummer. An dessen Seite gesellten sich Shrimps in Öl und Scampi am Spieß. Die Masse gab dem Lachs den Vorzug.

Natürlich kamen Björn und ich nicht herum eine kleine Rede zu halten.

Insgesamt ein sehr netter Abend mit anregenden Gesprächen. Und so langsam wird mir bewusst, dass meine Tage hier in Princeton sich dem Ende nähern.

Tags: Farewell Dinner, Hummer, Lobsterfest, Red Lobster, Scampi
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26. Mai 2008
In Williamsburg, VA ist das Freiluftmuseum Colonial Williamsburg. Hierzu wurde ein Teil der Stadt im Stil des 18. Jahrhundert restauriert. Der Eintritt schlägt mit 37 USD zur Buche. Allerdings fand ich eine Möglichkeit diesen zu sparen. Gestern wurde ich an der Promenade von Virginia Beach von zwei Herren angesprochen, ob ich nicht an Time-Sharing interessiert wäre. Wenn ich an einem Verkaufsgespräch teilnehmen würde, bekäme ich im Gegenzug zwei Tickets für Colonial Williamsburg.

Da konnte ich natürlich nicht nein sagen und so besuchten wir am Morgen die Veranstaltung. Zur Begrüßung bekamen wir erst einmal zwei Gutscheine für ein Frühstück. Gut gestärkt folgte das eigentliche Verkaufsgespräch. Gut 90 Minuten spielte ich den Wackeldackel und heuchelte großes Interesse an dem Objekt. Das dies natürlich nicht stimmte und ich die ganze Nummer für eine reine Abzocke hielt, behielt ich für mich. Auch das spätere dazukommen des Managers konnte mich nicht zum Kauf überzeugen. Am Ende verabschiedete man sich und ich hielt die Tickets in den Händen.

Am heutigen Memorial Day ging es also in das Freiluftmuseum. In Colonial Williamsburg angekommen verschafften wir uns erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Wir nahmen an der Einführungstour teil bevor wir uns selbständig umsahen. Wir besuchten diverse Häuser und lernten eine Menge über die Geschichte der frisch gegründeten Nation.

Am Nachmittag fanden diverse Shows statt, die einem das Leben des 18. Jahrhunderts in den Kolonien noch näher brachten. Insgesamt war es auf jeden Fall einen Besuch wert und bei dem Ticketpreis konnte man sowieso nicht meckern.

Die Fahrt zurück nach New Jersey war alles andere als schön. Es waren Massen von Leuten auf den Straßen, die, genau wie wir, das Memorial Day Wochenende genutzt haben um zu vereisen. Nach 9 Stunden reiner Fahrzeit waren wir dann endlich wieder zu Hause angekommen.
Tags: Colonial Williamsburg, Freiluftmuseum, Memorial Day, Virginia, Virginia Beach, Wackeldackel
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24. Mai 2008
Endlich stand das Strandwochenende auf dem Programm. Nach dem Winter und dem langen Frühling ging es endlich mal wieder in die Sonne. Der Florida Urlaub kommt mir auch schon wieder ewig lang her vor.

Zum Strand waren es ungefähr 25 Meilen, die sich dank Highway aber schnell zurücklegen ließen. Die Parkplatzsuche in Virginia Beach war einfacher als ich zuvor gedachte hatte. Es gab keine Notwendigkeit sich den Abzockerpreisen hinzugeben. So fütterten wir die Parkuhr mit Quartern und marschierten in Richtung Atlantik. Die Promenade wirkte etwas karg. Während man in Spanien ein Geschäft und eine Bar neben der nächsten vorfindet, gibt es hier nichts.

Am Strand breite ich erstmal mein Handtuch auf und in Nullkommanix lag ich in der Sonne und brutzelte vor mich hin. Die Fahrt nach Virginia Beach hatte mich doch mehr geschlaucht als ich gedacht hätte und so schlief ich ein.

Die Rechnung bekam ich dann am Abend, wo ich mir einen kleinen Sonnenbrand geholt hatte. Ich zog natürlich sofort meine Lehre daraus und besorgte mir im nahegelenden Supermarkt eine Flasche Sonnenspray.
Den Abend nutzten wir um über die Promenade spazieren zu gehen und den Sonnenuntergang zu genießen. Den Abschluss bildete dann noch ein Abendessen im Longhorn Steakhouse.
Tags: Abendessen, Sonnenbrand, Strandwochenende, Urlaub, Virginia, Virginia Beach
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23. Mai 2008
Ein langes Wochenende steht an, denn am Montag ist hier in den USA der Memorial Day. Dieser US-amerikanische Feiertag, der zu Ehren der im Krieg für das Vaterland Gefallenen begangen wird, findet traditionell am letzten Montag im Mai statt.

Für mich stand somit fest, dass ich dieses Wochenende nicht zu Hause verbringen würde. Es bildeten sich bei Siemens diverse Grüppchen, die Fahrten nach Kanada, Boston oder Washington D.C planten. Ich hatte schon alle drei Orte in jüngster Vergangenheit besucht und so musste was neues her. Ich entschied mich für den Bundesstaat Virginia. Sechs Stunden Autofahrt lagen gerade noch im Rahmen des Erträglichen und gegen Strand gibt es sowieso nie etwas einzuwenden.

Am frühen Nachmittag ging es von Princeton aus los gen Süden. Der Verkehr floss die gesamte Strecke über und so erreichte ich mein Hotel in Norfolk Freitag Abend. Morgen geht es dann endlich an den Strand um sich in der Sonne zu aalen.
Tags: Memorial Day, Norfolk, Strand, Virginia Beach
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20. Mai 2008
Vor nicht allzu langer Zeit landete eine Mail in meinem Postfach, dass Siemens beim diesjährigen American Heart Association Start! Wall Street Run & Heart Walk (kurz: Wall Street Run) als Sponsor auftritt. Ich ließ mich selbstverständlich nicht zweimal bitten und meldete mich umgehend für den Lauf an. Die Strecke war mit 3 Meilen, verglichen mit dem Atlantic City 10 Miler, ungewöhnlich kurz, jedoch machte das die Sache nicht unbedingt leichter. Diesmal wurde uns sogar die Ehre zu Teil das Siemens im Rahmen der Caring Hands Stiftung uns T-Shirts für den Lauf zur Verfügung stellte. Wir mussten hierzu zwar die gewünschten Größen angeben, allerdings wurde dies nicht berücksichtigt.

Petrus scheint kein großer Freund von Laufveranstaltungen zu sein und so goss es den ganzen Tag schon aus Kübeln. Um kurz vor vier versammelten ich und ein paar weitere Recken die ich motivieren konnte bei einem solchen Wetter zu laufen in Lobby des Siemens Corporate Research Gebäudes. Ein kleines Foto für die PR-Abteilung wurde geschossen und dann durften wir auch schon auf dem von Siemens gestellten Minibus aufsitzen. Nach einer guten Stunde Autofahrt erreichten wir dann das World Financial Center in Manhattan.

Die Zeit war großzügig eingeplant und so konnten wir vor Ort umherirren und unsere Startnummern suchen. Mit diesen empfingen wir auch gleichzeitig unsere Championchips zur Zeiterfassung. Vor Ort trafen wir dann auch noch andere Siemensianer und wir arrangierten uns zu einem offiziellen Gruppenfoto. Gegen 18:30 bewegten wir uns dann zum Start. Dort wurde schon eine Ansprache nach der nächsten gehalten. Die obligatorische Nationalhymne fiel aus, was ich für ziemlich unpatriotisch erachtete. Kurz bevor das Starthorn geblasen wurde, stellte sich auch der Nieselregen ein, der die ganze Zeit über noch herunterfieselte.

Nachdem das Starthorn erschallte und ich über die Gummimatte lief galt es. Ich hatte Probleme eine ordentliches Tempo zu finden und so trieb mich der (falsche) Ehrgeiz an und ich lief los wie von der Tarantel gestochen. Die Strecke gewann anfangs auch gleich mal an Höhe. Nach einer Rechtskehre ging es an der World Trade Center site vorbei und dann in die Church Street. Beim 1 Mile Marker ging es mir auch noch richtig gut. Die zweite Meile hingegen war dann das genaue Gegenteil und kämpfte gegen mich selbst an. Die zweite Meile kam mir auch ungleich länger vor.

Nach passieren den 2 Mile Markers war die Lunge dann schon auf links. Immerhin musste man jetzt nicht mehr durch die engen Höchhäuserschluchten sondern lief in Richtung Battery Park und dann am Wasser nach Norden, wo am World Financial Center auch endlich die Ziellinie wartete. Im Ziel angekommen konnte man sich am Subway Catering die Kohlenhydrate zurückholen, die man auf der Strecke gelassen hatte. Mit meiner Zeit von 25:35 Minuten:Sekunden bin ich leider nicht ganz zufrieden. Von ca. 4300 Teilnehmern die ins Ziel gelaufen sind, konnte ich mich dann allerdings mit 1968. Platz in der vorderen Hälfte platzieren. Da ist trotzdem noch Potential nach oben.

Ich habe es dann noch geschafft, dank “Jims” Hilfe, eine Palette Energy-Drinks abzustauben. Mitsamt Palette ging es dann im Siemens Van wieder zurück nach Princeton. Die GPS-Auswertung muss an dieser Stelle leider ausfallen, da mein Garmin eTrex Vista HCx leider in der Tasche mittenmang der Häuserschluchten nur Müll fabriziert hat. Ab dem Battery Park ging es dann wieder sahnig ab, aber den halben Track brauche ich hier jetzt auch nicht zu posten. Summa Summarum denke ich, dass dies noch nicht der letzte Lauf in den USA gewesen sein wird.
Tags: American Heart Association, Laufveranstaltungen, Manhattan, Minibus, Siemens Corporate Research, Starthorn, Wall Street, World Financial Center
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