Die Taco Bell Alternative

Die Suche nach einer adequaten Mittagsverpflegung gestaltet sich zunehmens schwieriger. Im Endeffekt esse ich hier seit Monaten immer das gleiche. Schwerpunkte liegen dabei ganz klar bei Subway, Wendy und Dominos. Bei einer derartigen Situation ist man deshalb froh, wenn es denn mal etwas anderes gibt.

Vor dem Burrito Royale

Heute machten wir uns also auf zu Burrito Royale. Das ist eine kleine Bude, an der ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbeifahre. Äusserlich macht die nicht viel her und ich dachte bis dato auch das die eigentlich verlassen sei. Björn hatte schon in der Vergangenheit den Schritt gewagt und dort zu Mittag gegessen. Gemeinsam mit vier weiteren Praktikanten fuhren wir auf der US 1 nach Norden, bis wir bei Burrito Royal ankamen.

Unser mexikanisches Essen bei Burrito Royale

Drin ging es sehr eng zu und wir beschlossen bei dem Sonnenschein draussen zu sitzen. Ich entschied mich für ein paar Burritos, während die anderen überwiegen Enchiladas bestellten. Die hygienischen Verhältnisse hielten sich, was ich durch die Küchentür erahnen konnte, in Grenzen. Das Essen allerdings war durch die Bank weg gut und ich denke wir werden in meiner verbleibenden Zeit sicherlich noch einmal hierher zurückkehren. Ich muss jedoch den Einwand bringen, dass Jose Tejas noch um einiges besser ist. Dessen Besuch steht auch noch auf meiner ToDo-Liste hier.

Geschnappt

Kürzlich ist der Polizei in Pennsylvania ein großer Fisch in Netz gegangen. Genauer gesagt ich!!! Auf dem Weg vom Rafting nach Hause fuhr ich auf der Landstraße einen Berg hinab. Am Fuße des selbigen stand ein Stoppschild, an dem ich aus Sicht eines anwesenden Polizisten nicht lange genug hielt. Als sich sein Fahrzeug in Bewegung setzte schwante mir schon übles. Ich ließ mir jedoch nichts anmerken und fuhr normal weiter. Kurze Zeit später schaltete er jedoch schon seine Disko-artige Beleuchtung ein und ich fuhr rechts ran.

Er sagte ich hätte ein Stoppschild überfahren und mein Bremslicht sei kaputt. Im selben Moment sauste sein Schlagstock in meinem Scheinwerfer und das Glas zerbrach*.

Strafzettel aus Pennsylvania

Ich übergab ihm meinen New Jersey Führerschein und die Fahrzeugpapiere. Er tipperte alles ganz gemütlich in seinen Computer und kam nach ca. 10 Minuten zurück. Mit dabei hatte er ein schönes Knöllchen, dessen Empfang ich quittieren musste. Der Spaß hat mich 108 (in Worten: Hundertacht) USD gekostet. Dabei schlüsselt sich der Betrag wie folgt auf:

* Fine (Strafe) : 25 USD
* E.M.S. (Contribution to Emergency Medical Services operating fund) : 10 USD
* MCARE (Catastrophic Loss Benefits Continuation Fund) : 30 USD
* Costs (Wahrscheinlich das Geld, dass er im Anschluss bei Dunkin Donuts ausgibt) : 33.00 USD
* J.C.P./A.T.J. (Judicial Computer Project/Access To Justice) : 10 USD

Für das Geld des Strafzettel hätte man sich auch einen 4GB iPod Nano holen können. Nach juristischer Prüfung kam ich auch zu der Erkenntnis, dass sich ein juristisches Vorgehen nicht lohnt. So werde ich in den sauren Apfel beißen müssen und das Knöllchen zahlen.

*Dramatisiert, muss nicht stimmen

Er hat ein knallrotes Gummiboot

Ein weiteres Wochenende ohne Ausschlafen stand an. Heute ging es wieder mal in den Keystone State nach Pennsylvania. Dort stand heute Rafting auf dem Programm. Ich motivierte 25 Praktikanten von Siemens und zwei Au-Pairs mich dorthin zu begleiten. Meine erste Amtshandlung war es Markus, Konstantin und Daniel in Hillsborough einzusammeln und in die Poconos zu fahren.

Unser Schlauchboot

Der Rest traf sich auf dem Parkplatz von Siemens Corporate Research und fuhr von dort aus los. Dank unseres TomTom erreichten wir das Rafting Center Jim Thorpe, PA gegen 9:15. Ein paar der anderen waren auch schon, einige ließen jedoch noch auf sich warten.

Man über Bord

Ich klärte die Formalitäten und bekam 27 Rafting Tickets in die Hand gedrückt um diese zu verteilen. Nachdem dies geschehen war holten wir uns unsere Neoprenanzuege, da die Wassertemperatur noch ein wenig frisch war. Mittlerweile trudelten auch die restlichen Leute ein und machten sich fertig. Bevor wir die Busse bestiegen gab es eine kleine Sicherheitseinweisung und jeder bekam noch einen Eimer um seine Lebensmittel wasserdicht zu verpacken. Danach saßen wir auf den ausgemusterten Schulbussen auf.

Vor der Rafting Pause

Nach einer kurzen Fahrt hieß es dann absitzen und wir marschierten zu Fuß durch das Unterholz bis wir an eine Stelle kamen, an der schon massig Schlauchboote gestapelt waren. Man nahm sich eins weg und schleppte es dann zum Fluss, wo es zu Wasser gelassen wurde. Wir hatten uns ein knallrotes Gummiboot ausgeschaut. Da uns jemand zuvor kam blieb dann für uns nur noch ein blaues übrig. Dann galt es noch schnell genug hineinzuhüpfen und schon ging es los.

Auf einen Stein aufgelaufen

Die Strömung hätte für meinen Geschmack etwas stärker sein können. Aber auch so hatten wir eine Menge Spaß. Nach ungefähr der Hälfte der Tour machten wir eine halbstündige Mittagspause in der uns ziemlich kalt wurde. Nach dem Zwischenstopp war etwas mehr los aber es hielt sich immer noch in Grenzen.

Schon etwas nass geworden

Hier noch der Streckenverlauf, den ich mit meinem Garmin eTrex Vista HCx mitgeplottet habe

Streckenverlauf Rafting

Ich hatt’ einen Kameraden

Besser gesagt zwei. Heute gaben Thomas und Markus ihr Farewell Dinner im Longhorn Steakhouse. Für mich ging es direkt nach der Arbeit dorthin und als ich ankam waren schon eine Menge Leute dort versammelt.

Lucile Tobi und Ich vor dem Bestellen

Wie bei jedem Farewell hatten die Verantwortlichen Probleme die Massen von Menschen unterzubringen und so mussten die Nachzügler an umherstenden Tischen sitzen. Ich entschied mich beim Essen für den Klassiker in Form des Renegade Steaks. 12 Unzen (340g) vom Besten was ein Rind zu bieten hat. Gut abgehangen und von der Flamme geküsst.

Thomas Abschlussrede

Nach dem Essen durften mussten dann Thomas und Markus eine kurze Rede halten, in der uns Thomas eine detaillierte Beschreibung seines Reiseverlaufs gab. Am Ende kam dann wieder was jeder vorhergesehen hat. Beim Bezahlen fehlte mal wieder ein ganzes Hauptgericht. Desweiteren vergaß jemand seine Kreditkarte im Restaurant. Alles nur weil das Personal wieder unfähig war die Rechnung sinnvoll zu splitten.

Zahlungsmodalitäten

Mein neues Spritsparwunder: Der Toyota Prius Hybrid

Seit meinem ersten Tag hier im Praktikum habe ich vom Toyota Prius geträumt. Dies ist der erste Serienwagen von Toyota, der sowohl mit Verbrennungs- als auch mit Elektromotor angetrieben wird. Ganze 400 Nm Drehmoment bringt der Elektromotor auf die Räder. Davon können sogar Dieselaggregate nur träumen. Dem Elektromotor gesellt sich ein kleiner 1.5 Liter Motor.

Der Toyota Prius von vorne

Der Traum vom Prius zerplatzte jedoch relativ schnell wie eine Seifenblase, als wir feststellten, dass die Autos bei National sehr rar gesät sind. Ich machte mich letzten Freitag also mal wieder nach Newark zum Flughafen auf um meinen Pontiac G6 GT abzugeben. Das Auto vermittelte eine Menge Fahrspaß und brauchte super viele Extras mit sich, verbrauchte in meinen Augen aber viel zu viel Benzin, was in anbetracht der Benzinpreisentwicklung in den USA zum Alternativen suchen lässt.

Da der Spritpreis hier in den letzten Wochen von 2,999 USD/Gal auf ca. 3,499 USD/Gal angestiegen ist, brauchte ich eine spritsparende Alternative. Eigentlich sollte es ein VW Golf (oder Rabbit wie er hierzulande heisst) werden. Am Flughafen angekommen erspäte ich bei meinem Autovermieter jedoch den Toyota Prius. Ich konnte meinen Augen kaum trauen und das erste was ich tat, war die Schlüssel des Vehikels zu sichern.

Nachdem der obligatorische Papierkrieg abgeschlossen war sauste ich mit leichten Tritt aufs Gas (im Elektrobetrieb) vom Hof. Für unsere Freunde und Leser, die ihre Auto von Enterprise beziehen ist das natürlich ein weiterer Schlag ins Gesicht. Ob sportlich oder spritsparend: Wir National-Kunden sind euch immer eine Autolänge voraus. ;-)

Toyota Prius von hinten

Ich bin gespannt, was der Prius sich im Verbrauch schlägt und was für Werte er in die Tankstatistik einfließen lassen wird. Evtl. schreibe ich sogar noch einen ausführlichen Fahrbericht.

Die zwei Prius Motoren

UPDATE:

Mittlerweile hat mich der Prius auch schon einmal zur Zapfsäule gebeten. Das Ergebnis war ein Durchschnittsverbrauch von über 450 Meilen pro Gallone. Das entspricht einem Benzinverbrauch von ca. 5 L/100km.

Benzinverbrauch Toyota Prius Hybrid