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Zahltag

Freitag, 30. November 2007

Heute, am 30. November 2007, war Zahltag. Siemens bezahlt seine Praktikanten zweiwöchentlich. Das scheint hier in den USA so üblich.

Die Gehälter werden nach Qualifikation bzw. Abschluss gezahlt. Diese staffeln sich wie folgt:

  • Bachelor bzw. kein Master: $1,400 mit Auto oder $1,700 ohne Auto
  • Master und 1. Jahr Doktorand: $1,800 mit Auto oder $2,100 ohne Auto
  • 2. Jahr Doktorand: $2,100 mit Auto oder $2,400 ohne Auto
  • Abgeschlossener Doktor: $2,500 mit Auto oder $2,800 ohne Auto

Ich falle ja eindeutig unter die erste Kategorie. Und ich habe mich selbstverständlich für das Auto entschieden.

Man ist hier in USA noch nicht ganz so weit wie in der “alten Welt” und so gehören Gehaltschecks zur Tagesordnung. Heute bekam ich meinen ersten denn auch.

Mein erster Gehaltsscheck von Siemens

Der nächste Schritt ist es, diesen bei der Bank morgen einzulösen. Und nächste Woche werde ich HR mal meine Bankdaten geben, damit die folgenden Gehälter dann unbar gezahlt werden können.

Autotausch, oder doch nicht?

Samstag, 24. November 2007

Heute leuchte in meinem Toyota die Lampe “MAINT REQ” auf. Dies lies unweigerlich darauf schließen, dass der Wagen gewartet werden musste. Höchstwahrscheinlich musste ein Ölwechsel gemacht werden. An sich ja nichts schlimmes, denn man bekommt ja sofort einen neuen Wagen von National.

Allerdings war ich ein wenig besorgt, wenn ich die anderen Praktikanten über ihre Autos klagen höre. Allen voran der Chevrolet Impala. Ein sehr durstiger Geselle wie man hört. Ich war jedenfalls (noch) nicht bereit mein Spritsparwunder herzugeben.

Die Frage war, welche Optionen hätte ich. Die logischste erschien mir Google. ;-) Und so erforschte ich die Tiefen des World Wide Webs und wurde fündig. Mittels eines kleinen Tricks sollte sich der Wagen überlisten lassen und die Lampe erlöschen.

Dazu muss man folgendes tun:

  • Als erstes muss man die Zündung einschalten (nicht den Wagen starten) und sich den Odometer anzeigen lassen.
  • Als nächstes die Zündung wieder ausschalten und dann den Rücksetzknopf für den Tageskilometer drücken.
  • Jetzt die Zündung wieder einschalten und den Knopf weiter gedrückt halten.
  • Der Odometer zeigt nun eine paar Nullen die dann verschwinden.
  • et voila, die Lampe ist aus. Und billiger als der Ölwechsel ist es auch.

Sollte der Wagen jetzt liegenbleiben, kann ich sagen, dass es nicht am Öl liegen könne. War ja keins mehr drin.

Sex mit der Ex???

Montag, 19. November 2007

Eher mit der jüngeren Schwester. So lässt sich meine Situation am besten beschreiben. Denjenigen unter euch die mich schon länger kennen, ist mein schwarzer Toyota Corolla sicherlich noch ein Begriff.

Toyota Corolla von vorne rechts

Vor genau einer Woche, am Montag, bekam ich in Iselin meinen Wagen. Und es ist ein Toyota Corolla. Allerdings nicht in schwarz sondern in weiß. Nun muss ich aber eingestehen, dass mein alter Corolla viel sportlicher wirkte als diese Familienversion. Immerhin ist der Wagen schön geräumig und die Verbrauchswerte sind mir auch bekannt.

Toyoto Corolla von vorne

Heute durfte ich den Wagen auch gleich mal volltanken. Ich bin in der letzten Woche knapp über 300 Meilen gefahren. Und das obwohl mein Weg vom Hotel zur Arbeit gerade mal knapp vier Meilen sind. Will man in diesem Land allerdings was machen, muss man gleich etliche Meilen auf der Bundestraße überwinden. Und das summiert sich dann.

Toyota Corolla Heck

Verglichen mit Deutschland ist das Benzin hier recht preiswert. Ich habe heute für 2,999 USD/Gallone getankt. Das entspricht in etwa 0,54 Euro/Liter. Unsere Eltern können sich unter den Benzinpreisen sicher noch etwas vorstellen. Und dabei klagt man mir hier in USA immer darüber wie teuer der Sprit mittlerweile ist.

Toyota Corolla von der Seite

Während meinen Praktikantenkollegen über ihre durstigen amerikanischen Riesenautos beklagen, kann ich darüber mit meinem Toyota nur schmunzeln. Ich habe nach dem Tanken mir mal die Mühe gemacht und den Durchschnittsverbrauch ausgerechnet. Mit einer Gallone komme ich ca. 30 Meilen hin. Das entspricht in nach deutschem Empfinden ca. 7,8l/100km. Ein sehr vernünftiger Wert.

Mein erster Arbeitstag

Montag, 12. November 2007

Heute stand der erste Arbeitstag an. Nach dem Frühstück traf ich mich mit Sarah in der Lobby des Hotels und wir fuhren zum Hauptgebäude von Siemens Corporate Research. Dort angekommen hatte ich auch gleich ein Treffen mit der Personalabteilung.

Es wurden eine Menge Papiere ausgefüllt und unterschrieben. Im Anschluss zeigte Sarah mir die Abteilung und stellte mich einigen Kollegen vor.

Mein Arbeitsplatz ist ein Großraumbüro welches durch Trennwände unterteilt wird. Man hat also sein kleines Reich hier. Ich werde es mir jedenfalls richtig gemütlich machen. Mein Arbeitsplatzrechner ist ein Dell der von einem Intel Xeon befeuert wird. Leider natürlich mit Windows ;-)

Zunächst stellte ich erstmal fest, welche Software auf den Rechnern installiert war. Microsoft Outlook funktionierte leider nicht. Also gleich mal an die IT-Tech-Guys ein neues Ticket eröffnet. Solange musste ich mich mit Outlook WebAccess begnügen. Ich machte mit ein paar anderen Praktikanten aus, dass wir ja gemeinsam zum CDS-Meeting nach New York City morgen fahren könnten.

Am Nachmittag stand dann endlich die Abholung den Mietwagens an. Ein französischer Praktikant von Automation und Control fuhr mich nach Iselin, da er sowieso noch jemanden vom Newark-Airport abholen musste. Die Geschichte bei der Autovermietung folgt demnächst hier.

Zurück im Büro hatten die IT-Guys mittlerweile eine Lösung meines Problems zur Hand und Outlook lief. Weitere Programme wie Eclipse installierte ich selbständig nach.

Auf dem Weg nach Hause machte ich noch einen kleinen Halt bei McDonald’s und genoss ein paar Vierernuggets für jeweils einen Dollar.

Den Abschluss des Tages bildete ein Anruf auf meinem Zimmer von einer Praktikantin die auch heute angekommen zu sein schien. Sie wusste nicht so richtig wie sie morgen nach New York City käme und danach noch ihr Auto abholen solle. Ich bot meine Hilfe an und wir verabredeten uns zum Frühstück.