Die New York City Five Boro Bike Tour

Um kurz vor 5 Uhr in der Früh klingelte der Wecker. Und das an einem Sonntag. Egal, heute stand die New York City Five Boro Bike Tour auf dem Programm. Das sind über 40 Meilen durch den Big Apple.

Streckenverlauf der Commerce Bank Five Boro Bike Tour 2008

Markus war Punkt 5:30 Uhr bei mir und wir verluden die Fahrräder und unser Gepäck in meinen Wagen. Mit einem kurzen Zwischenstop bei Dunkin Donuts fuhren wir zur Linden Trainstation um mit der NJ-Transit in Richtung Penn-Station zu fahren.

Auf dem Bahnhof beim Verladen der Räder

Dort angekommen trafen wir auch gleich weitere Leute von Siemens und zusammen radelten wir gen Süden in Richtung Battery Park wo das Spektakel anfangen sollte. Am Ground Zero angekommen trafen wir schon auf riesige Menschenmassen. Mein Hinterreifen konnte noch ein bisschen Luft vertragen und so mussten Markus und ich wirklich bis ganz runter zum Battery Park, wo eine Repair-Station aufgebaut war. Der Servicetechniker pumpte ordentlich PSI auf meinen Reifen, bis der knackevoll war. Als nächstes mussten wir die Fahrradhalterungen für unsere Garmin eTrex Vista HCx Geräte montieren. Dank mitgebrachten Schraubendrehers war auch das in kürzester Zeit erledigt.

Am Start der Bike Tour

Nun hieß es warten. Es kam uns wie eine Ewigkeit vor, bis wir endlich losradeln konnten. Bis zum Ground Zero schoben wir die Räder nur. Am Ground Zero rief mich auch Thomas schon an, er sei mit den anderen mittlerweile an der 54. Straße, knapp unterhalb des Central Parks. Für uns flutschte der Verkehr nun erstmal und wir konnten die ersten Meilen durch Manhattan radeln. Das ganze fand dann jedoch an der 54.Straße ein Ende. Wieder Stau vor uns.

Thomas und ich im Central Park

Thomas hatte es in der gleichen Zeit bis zur 56. Straße geschafft und so trafen wir uns mit den anderen um von nun an gemeinsam weiter zu fahren. Nach Ende des Staus ging es durch den Central Park weiter nach Norden. Im Anschluss radelten wir in den Strassen der Bronx und kamen an die erste Brücke.

In den Strassen der Bronx

Nun ging es wieder in Richtung Süden über den Franklin D. Roosevelt Drive, wo wir auch gleich mal bei der ersten Rest-Area anhielten um uns an Südfrüchten und Wasser zu laben. Unter dem Gracie Mansion hindurch überquerten wir den East River über die Queensboro Bridge nach Queens. Mittlerweile waren wir unter den letzten Teilnehmern, weswegen uns Teile von Queens vorenthalten wurden. Über die Pulaski Bridge also weiter nach Brooklyn, wo wir am Wasser entlang, am Brooklyn Navy Yard vorbeizogen und unter der Brooklyn Bridge drunter durch fuhren.

Markus und ich vor der letzten Bruecke

Nach einem weiteren Anstieg waren wir dann auf dem Brooklyn Queens Expressway. Dort hatte sich irgendein Trottel mit seinem Fahrrad hingemault und der gesamte Verkehr kam zum erliegen. Mittlerweile brannte die pralle Nachmittagssonne auf uns herab und wir dörrten vor uns hin. Gut eine Stunde ging es schiebend voran. Auf der Gegenspur floss der Autoverkehr, was die Situation nicht verbesserte. Irgendwann rollte das Feld wieder und es ging hinunter zum Shore Parkway.

Stau auf dem Brooklyn Queens Expressway

Wieder am Wasser entlang zeichnete sich das letzte Highlight der Tour vor uns ab: Die Verrazano Narrows Bridge, die nach Staten Island führt. Kurz vor der Brücke gab es noch eine weitere Rest-Area, doch auch hier war mittlerweile alles außer Wasser schon verzehrt worden. Der letzte Anstieg die Brücke rauf zehrte nochmal ganz schön an den Kräften. Runter ging es dann freilich einfacher und man rollte schön zum Fort Wadsworth aus, wo das so genannte Festival stattfand. Wir sammelten uns mit den anderen Praktikanten legten ein kleines Pause ein.

Auf der Staten Island Ferry

Nach dem Festival folgten noch mal drei Meilen bis zur Staten Island Ferry, die einen wieder zurück nach New York City brachte. Am Battery Park spalteten wir uns auf und jeder ging seiner Wege. Markus und ich mussten zurück zur Penn-Station radeln. Diesmal allerdings waren die Straßen wieder für den normale Verkehr freigegeben worden und so durften wir das Fahrradkurierfeeling live miterleben. Ist ein wenig wie Roller fahren in Rom oder Athen. Nur das man hier selber in die Pedale treten muss und Fahrräder unter Taxifahrern nicht sonderlich beliebt sind.

Abschlussgruppenfoto nach der New York City Five Boro Bike Tour

Ja, mir san mit’m Radel da!

Fahrradhelm
Heute entschieden wir uns die Stadt mit den Zweirädern unsicher zu machen. Außerdem sollte eine Überfahrt über die Golden Gate Bridge das Highlight bilden. Als Fahrradladen hatten wir uns einen kleinen Laden in der Nähe der Fisherman’s Wharf ausgesucht. Die Räder dort machten einen soliden Eindruck und preislich lag das Ganze auch im Rahmen. Dank einer Coupon-Aktion bekamen wir 6 USD Ermäßigung auf den Mietpreis und zahlten somit 21 USD.

Inspektion der Leihräder

Als erstes fiel auf das der Verleiher aussah wie Steve Jobs persönlich. Wir wunderten uns also wieso er hier Fahrräder vermietete anstatt an seiner Keynote zu feilen. Die Standardsicherheitsausstattung bestand aus einem Helm. Nach Anprobe diverser Modelle entschied ich mich jedoch gegen diesen. So schnell konnte man mit diesen Rädern eh nicht fahren, als das der Helm zum Einsatz gekommen wäre. Als letztes stand die Frage an, ob wir die zusätzliche Versicherung in Höhe von 3 USD pro Fahrrad nehmen wollten. Wir willigten schliesslich ein. Man weiss ja nie.

Ich beim Fotoshooting in San Francisco

Als sämtlich Formalitäten abgeschlossen waren, ging es los. Wir radelten gen Westen an der Promenade entlang und unsere erste Station war die Pier die angeblich der nächste Punkt zu Alcatraz sei. Dort schossen wir diverse Fotos mit Alcatraz im Hintergrund.

Ich und Alcatraz im Hintergrund.

Direkt im Anschuss folgte auch gleich der erste Hügel. Gefühlt mindestens ein Berg der dritten Kategorie. Hinter diesem Lag dann der Yachthafen. Von dort aus hatten man dann einen sehr schönen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt: Die Golden Gate Bridge.

Ich am Fusse der Golden Gate Bridge

Ein weiterer, noch viel steilerer Anstieg folgte. Oben wurde man dann mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

Golden Gate Bridge Aussichtsplateu

Nun sollte sich herausstellen, dass die Versicherung für die Fahrräder nicht allzu unklug war. Thomas schaffte es sich einen Platten einzufahren. Ich rief den Pannendienst an und überlegte ob mein Gegenüber das Tourette-Syndrom hatte. Ein Helikopter wurde uns versprochen, jedoch kam Steve Jobs persönlich mit seinem weißen Truck angefahren und tauschte das Rad aus. Robert und Flo sind derweil schon mal voraussgeradelt.

Auf der Golden Gate Bridge

Das Überqueren der Golden Gate Bridge war unspektakulärer als wir es uns vorgestellt hatten. Nach der Überfahrt fuhren wir die Küste entlang in das kleine verschlafen Örtchen Sausalito. Dort genehmigten wir uns erstmal unseren verdienten StarBucks Kaffee. Ein Blick auf die Uhr verriet uns dann, dass die letzte Fähre in knapp 10 Minuten ablegen sollte. Im Eiltempo sausten wir zum Hafen. Irgendein Spassvogel hatte mir vor dem StarBucks die Luft aus dem Hinterreifen gelassen. Dies war mir allerdingsg egal und ich fuhr auf der Felge zur Fähre. Wir hatten auch Glück, denn wir gehörten zu den letzten fünf die mit an Bord durften. Und die Schlange hinter uns schien noch endlos zu sein.

Fisherman's Wharf HDR

Am Abend machten wir dann noch ein paar Nachtbilder von San Francisos Hafen und der Fisherman’s Wharf.