Krank!

Jetzt hat es mich doch noch erwischt. Wahrscheinlich war die Mischung aus endlosen Märschen zwischen Hochhäusern und nasskaltem Wetter zu viel für mein Immunsystem. Als ich gegen 02:00 Uhr morgens endlich in mein Bett hüpfen wollte war mir eiskalt und ich zitterte wie Espenlaub. Da halfen auch mehrere Kleidungsstücke im Zwiebelschalenprinzip nichts. Auch ohne ein Thermometer benutzt zu haben, wusste ich, dass ich Fieber hatte.

Der erste Teil der Nacht war nicht ganz so angenehm. Immerhin konnte ich den zweiten Teil durchschlafen bis mich das Handy gegen 11:00 Uhr aus dem Schlaf riss. Da ich nun schon einmal wach war, beschloss ich auch aufzustehen. Normalerweise hätte ich den Dr. Pepper konsultiert, doch heute musste der Web MD ran.

Screenshot vom Web MD

Nachdem ich meine Symptome in die Tasten gehackt hatte, war ich auch nicht schlauer. Also beschloss ich einfach zum Supermarkt zu fahren und zu schauen was dort vorrätig war. Ich landete also bei meinem Shoprite in Edison, NJ. Dieser hat, wie anscheinend jeder Shoprite, auch ein Pharmacy-Department.

Ich suchte nach Grippe- bzw. Erkältungsmedikamenten. Da mir der Wirkstoff “Pseudoephedrin” sehr unheimlich vorkam entschloss ich mich für Shoprite Day-Calm und Shoprite Ni-Calm. Dies sind die nicht-minderwertigen Pendants zu Vick Ny-Quil bzw. Vick Day-Quil.

ShopRite Day-Calm

Zurück zuhause kippte ich mir auch gleich eine Kappe Day-Calm hinter und legte mich für ein Nickerchen hin. Der Rest des Tages bestand aus ein paar China-Nudeln sowie einer Ni-Calm Kappe vor dem Schlafen gehen.

ShopRite Ni-Calm

Leider ist mein Lauftraining somit auch bis auf weiteres ausgesetzt. Das wird den 10-Meilenlauf nicht leichter werden lassen. :-(

Abgenabelt

Bisher sah meine Internetversorgung hier bisher so aus, dass ich einfach über ungesicherte WLANs in der Nachbarschaft online war. Das hatte auch gleichzeitig den Vorteil, dass man vor der MAFIA* sicher war, wenn man sich mal einen Film oder Album “ausgeborgt hatte.”

Der Nachteil hingegen war die schwache Signalstärke und so wurde die Verbindung manchmal jäh unterbrochen. Man wird sich jetzt sicherlich fragen, wieso ich nicht einfach über das WLAN meiner Vermieter ins Netz gehe. Weil sie keins haben. Hier kommt das Kabelmodem direkt an den Computer und das wars.

Eines schönen Tages erfuhr ich von einem anderen Praktikanten der bei Siemens Medical Solutions seinen Dienst verrichtete, dass er einen Linksys WRT54G Router gegen einen kleinen Obulus abzugeben hatte. Dies war selbstverständlich ein Angebot, welche ich nicht ausschlagen konnte.

Linksys WRT54g Router

Wieder zu Hause machte ich mich auch gleich an die Installation des Selbigen. Dies stellte sich allerdings als schwieriger heraus, als von vornherein angenommen. Beim Kabelmodem hier gibt es keinen Benutzernamen und Passwort, sondern man registriert die MAC-Adresse seiner Netzwerkkarte seines Computers bei seinem Dienstanbieter. Ergo wollte dieser meinem Router hier keine IP-Adresse verpassen. Nachdem ich diverse Newsgroups gelesen und Google gelöchert hatte, war ich ich um diese Information reicher. Irgendwann fiel mir im Router-Menü auch der Punkt clone MAC address auf und nachdem der Haken gesetzt war, war die Sache dann auch online. Seit dem gibt es hier keine Verbindgungsabbrüche mehr.

Update: Nachdem ich mal wieder die Log-Files des Routers gecheckt hatte, stellte ich fest, das hier inflationär IP-Adressen zugewiesen wurden. Es ist als höchste Zeit den Laden mittels WPA-Verschlüsselung zuzumachen. Sonst kommen andere wohlmöglich auch noch auf die Idee hier über unser Netz illegales zu treiben.

*Music and Film Industry Association