Ja, mir san mit’m Radel da!

Fahrradhelm
Heute entschieden wir uns die Stadt mit den Zweirädern unsicher zu machen. Außerdem sollte eine Überfahrt über die Golden Gate Bridge das Highlight bilden. Als Fahrradladen hatten wir uns einen kleinen Laden in der Nähe der Fisherman’s Wharf ausgesucht. Die Räder dort machten einen soliden Eindruck und preislich lag das Ganze auch im Rahmen. Dank einer Coupon-Aktion bekamen wir 6 USD Ermäßigung auf den Mietpreis und zahlten somit 21 USD.

Inspektion der Leihräder

Als erstes fiel auf das der Verleiher aussah wie Steve Jobs persönlich. Wir wunderten uns also wieso er hier Fahrräder vermietete anstatt an seiner Keynote zu feilen. Die Standardsicherheitsausstattung bestand aus einem Helm. Nach Anprobe diverser Modelle entschied ich mich jedoch gegen diesen. So schnell konnte man mit diesen Rädern eh nicht fahren, als das der Helm zum Einsatz gekommen wäre. Als letztes stand die Frage an, ob wir die zusätzliche Versicherung in Höhe von 3 USD pro Fahrrad nehmen wollten. Wir willigten schliesslich ein. Man weiss ja nie.

Ich beim Fotoshooting in San Francisco

Als sämtlich Formalitäten abgeschlossen waren, ging es los. Wir radelten gen Westen an der Promenade entlang und unsere erste Station war die Pier die angeblich der nächste Punkt zu Alcatraz sei. Dort schossen wir diverse Fotos mit Alcatraz im Hintergrund.

Ich und Alcatraz im Hintergrund.

Direkt im Anschuss folgte auch gleich der erste Hügel. Gefühlt mindestens ein Berg der dritten Kategorie. Hinter diesem Lag dann der Yachthafen. Von dort aus hatten man dann einen sehr schönen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt: Die Golden Gate Bridge.

Ich am Fusse der Golden Gate Bridge

Ein weiterer, noch viel steilerer Anstieg folgte. Oben wurde man dann mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

Golden Gate Bridge Aussichtsplateu

Nun sollte sich herausstellen, dass die Versicherung für die Fahrräder nicht allzu unklug war. Thomas schaffte es sich einen Platten einzufahren. Ich rief den Pannendienst an und überlegte ob mein Gegenüber das Tourette-Syndrom hatte. Ein Helikopter wurde uns versprochen, jedoch kam Steve Jobs persönlich mit seinem weißen Truck angefahren und tauschte das Rad aus. Robert und Flo sind derweil schon mal voraussgeradelt.

Auf der Golden Gate Bridge

Das Überqueren der Golden Gate Bridge war unspektakulärer als wir es uns vorgestellt hatten. Nach der Überfahrt fuhren wir die Küste entlang in das kleine verschlafen Örtchen Sausalito. Dort genehmigten wir uns erstmal unseren verdienten StarBucks Kaffee. Ein Blick auf die Uhr verriet uns dann, dass die letzte Fähre in knapp 10 Minuten ablegen sollte. Im Eiltempo sausten wir zum Hafen. Irgendein Spassvogel hatte mir vor dem StarBucks die Luft aus dem Hinterreifen gelassen. Dies war mir allerdingsg egal und ich fuhr auf der Felge zur Fähre. Wir hatten auch Glück, denn wir gehörten zu den letzten fünf die mit an Bord durften. Und die Schlange hinter uns schien noch endlos zu sein.

Fisherman's Wharf HDR

Am Abend machten wir dann noch ein paar Nachtbilder von San Francisos Hafen und der Fisherman’s Wharf.

Käffchen und ein paar Gedanken zum Umweltschutz

Da ich jetzt zur Programmiererfraktion gehöre, darf auch das
offizielle Getränk nicht fehlen. Und so kommt es, dass ich mir ab und
an einen Kaffee gönne. Was jetzt nicht heissen soll, dass ich von
meinem Tee-Konsum abgekommen bin. Das Angebot an Kaffeesorten ist hier
reichhaltig. Allerdings gibt es auch keinen, der mich wirklich
überzeugt. Es werden hier kleine Pappbecher bereitgestellt, die zwar
ihren Zweck erfüllen, allerdings nicht gerade umweltfreundlich
sind.

Um gleich zwei Probleme auf einmal zu lösen bin ich also zum
nächsten Starbucks getigert um mir eine schöne Tasse zu kaufen. Diese
habe ich auch gefunden. Vom Volumen her entspricht die zwei Pappbechern.
Bedeutet im Umkehrschluss auch weniger zum Automaten laufen.

Mein Starbuckstasse und der zuckerfreie Vanillesirup

Als ich bei Starbucks war, habe ich dann auch gleich Nägel mit
Köpfen gemacht und mir neben der Tasse auch gleich noch einen Liter
Vanillesirup geholt. Der kostet hier nur 7 USD. In Deutschland zahlt man
dafür gut und gerne das zwei- bis vierfache. Bevor mir hier jedoch
wieder vorgeworfen wird, ich würde mich hier nur von Zucker und
Vollmilch ernähren, der Sirup ist zuckerfrei und hat 0 Kalorien.

Wo hier gerade das Thema Umweltschutz angesprochen wurde. Damit ist
es hier echt nicht weit. Die Hauswände sind in der Regel hauchdünn,
die Fenster isolieren nicht, und es wird Wasser verschwendet, dass
glaubt man nicht. Warum müssen in einem Urinal z.B. mehr als 3 Liter
Wasser sein, die dann beim spülen komplett entsorgt werden? Allerdings
bin hier auch nicht frei von Schuld. Als ich heute Abend meinen
Arbeitsplatz verliess, war mein Wagen komplett mit Schnee zu. Und da ich
keinen Kratzer hatte wurde der Wagen amerikanisch enteist. Nach ca. 15
Minuten und Gott weiss wie viel Gallonen, war der Wagen frei und ich
konnte losfahren. Damit so etwas nicht noch einmal passiert, habe ich
mir gleich beim ersten Supermarkt einen Eiskratzer gekauft.