Wer die Wahl hat, hat die Qual

Da auf Dr. Nick keinen Verlass ist, wurde heute meinen Wagen am Flughafen getauscht. Thomas hatte auch keine Lust mehr auf seine Familienkutsche und begleitete mich hierfür. Zusammen fuhren wir nach der Arbeit in Richtung Newark Airport. Die alten Wagen noch kurz vollgetankt erreichten wir diesen nach Einbruch der Dunkelheit. Vor Ort suchten wir uns unsere Wunschautos (Chevrolet Impala und Pontiac Grand Prix) aus und gingen zum Schalter

Pontiac G6 GT von links vorn

Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir maximal Autos der Intermediate Klasse bekämen. Frust kam auf. Thomas schnappte sich einen Pontiac G6 V6 und schickte sich an den Papierkrieg zu führen. Ich irrte derweil weiter zwischen hunderten von Autos umher, bis ich ihn schließlich fand. Den einzigen Pontiac G6 GT. Äußerlich hob er sich von Thomas G6 nur durch die Chromfelgen hervor. Aber es kommt ja auf die inneren Werte an: Beheizbare Ledersitze und Satellitenradio um nur einige der Gimmicks zu nennen.

Pontiac G6 von vorn

Auch ich füllte die Papiere aus und machte mich auf, nach Hause zu fahren. Da Thomas G6 angeblich einen platten Reifen hatte, musste er sich einen neuen suchen. Er fand ihn auch und nach einer kurzen Runde Sokoban (Kistenschieben) mit Autos war er soweit freigelegt, dass man damit auch losfahren konnte.

Pontiac G6 von Hinten

Ich bin mal gespannt, wie sich der Wagen in meiner Bezinstatistik macht. Laut Bordcomputer schwant mir übles. Der 3,6L Motor wird bestimmt ganz schön durstig sein. Und weit werde ich mit dem Auto sowieso nicht kommen, da der Ölstandanzeiger irgendwas von 35% anzeigt.

Pontiac G6 GT von hinten links

Wagenwechsel

Heute erhielt ich nichts ahnend eine Mail von Nationalcar aus der hervorging, dass ich meinen Wagen wechseln müsse. Anscheinend war ein Ölwechsel fällig. Ich wollte mich hierbei nicht dem Risiko aussetzen und womöglich sogar noch einen Chevrolet Impala oder schlimmer bekommen. Deshalb beschloss ich meinen Wagen nicht in Iselin sonder am Newark Airport zu wechseln. Dort könnte ich mir ja in Ruhe einen Wagen aussuchen und würde keinen zugewiesen bekommen.

Chevrolet Cobalt Sport von vorne links

Meine letzte Geleitfahrt mit dem Toyoto Corolla fiel mir nicht leicht, hatte er mir in den letzten sieben Wochen bzw. über 6000 km gute (und spritsparende) Dienste geleistet. Kurz vor dem Flughafen tankte ich den Wagen noch einmal randvoll und übergab dann dem dortigen Nationalcar Mitarbeiter die Autoschlüssel. Er sagte mir, ich könne mir einen Wagen aus der hinteren Reihe aussuchen und solle dann mit dem Schildchen und den Schlüsseln zum Schalter.

http://princeton.tafkas.org/wp-content/uploads/Chevrolet Cobalt Sport von vorne.jpg

Die Aufregung stieg ins unermessliche. Sollte ich tatsächlich den Toyota Camry bekommen, den ich haben wollte. Oder würde es immerhin wieder für einen Toyota Corolla reichen? Die Realität sah dann jedoch ganz anders aus. Toyotas scheinen bei Nationalcar Mangelware. Vom Hybridtraum hatte ich mich schon vor Urzeiten verabschiedet. Der “freundliche” Herr empfahl mir den Pontiac G6. Auf den seien alle Siemens Praktikanten ganz scharf. Und vom Verbrauch würde der sich im Vergleich zum Toyota nichts nehmen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich mich nicht auf unseren dampfplaudernden, marktschreierischen Freund verlassen konnte. Ab hier war ich auf mich selbst gestellt.

Chevrolet Cobalt Sport Heck

Ich lief den Gang auf und ab und nichts vom dem mir angebotenen sagte mir zu. Schließlich entschied ich mich für den Toyota Rav4. Ein SUV, aber wie hoch konnte der Verbrauch schon sein? Am Schalter wurde ich dann erst einmal belehrt das Siemens Praktikanten keine SUVs bekämen. Also trottete ich wieder zurück und die Sucherei begann von vorn. Nach langem hin und her entschied ich mich für den Chevrolet Cobalt Sport. Es gab eine Menge Sachen die für den Wagen sprachen.

  • Line-in Eingang für meinen iPod Nano
  • Optisch einigermassen anspruchsvoll
  • Sport-Edition mit Komplettausstattung
  • Verbrauch (hoffentlich) im Rahmen

Chevrolet Cobalt Sport von der Seite

Nach kurzem Papierkrieg war ich bereit nach Hause zu fahren. Kurz vor Verlassen des Geländes stellte ich jedoch fest, dass der Beifahrerspiegel einen Riss hatte und ich monierte die Angelegenheit. Nicht das ich am Ende noch für den Schaden aufkommen muss. Nachdem der Schaden zu Protokoll genommen wurde fuhr ich vom Hof und über die US 1 nach Hause. Im Radio dudelte meine Musik vom iPod Nano.