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Geschnappt

Dienstag, 13. Mai 2008

Kürzlich ist der Polizei in Pennsylvania ein großer Fisch in Netz gegangen. Genauer gesagt ich!!! Auf dem Weg von Rafting nach Hause fuhr auf der Landstraße ich einen Berg hinab. Am Fuße des selbigen stand ein Stoppschild an dem ich aus Sicht eines anwesenden Polizisten nicht lange genug hielt. Als sich sein Fahrzeug in Bewegung setzte schwante mir schon übles. Ich ließ mir jedoch nichts anmerken und fuhr normal weiter. Kurze Zeit später schaltete er jedoch schon seine Disko-artige Beleuchtung ein und ich fuhr rechts ran.

Er sagte ich hätte ein Stoppschild überfahren und mein Bremslicht sei kaputt. Im selben Moment sauste sein Schlagstock in meinem Scheinwerfer und das Glas zerbrach*.

Strafzettel aus Pennsylvania

Ich übergab ihm meinen New Jersey Führerschein und die Fahrzeugpapiere. Er tipperte alles ganz gemütlich in seinen Computer und kam nach ca. 10 Minuten zurück. Mit dabei hatte er ein schönes Knöllchen, dessen Empfang ich quittieren musste. Der Spaß hat mich 108 (in Worten: Hundertacht) USD gekostet. Dabei schlüsselt sich der Betrag wie folgt auf:

* Fine (Strafe) : 25 USD
* E.M.S. (Contribution to Emergency Medical Services operating fund) : 10 USD
* MCARE (Catastrophic Loss Benefits Continuation Fund) : 30 USD
* Costs (Wahrscheinlich das Geld, dass er im Anschluss bei Dunkin Donuts ausgibt) : 33.00 USD
* J.C.P./A.T.J. (Judicial Computer Project/Access To Justice) : 10 USD

Für das Geld für den Strafzettel hätte man sich auch einen 4GB iPod Nano holen können. Nach juristischer Prüfung kam ich auch zu der Erkenntnis, dass sich ein Vorgehen nicht lohnt. So werde ich in den sauren Apfel beißen müssen und das Knöllchen zahlen.

*Dramatisiert, muss nicht stimmen

Er hat ein knallrotes Gummiboot

Samstag, 10. Mai 2008

Ein weiteres Wochenende ohne Ausschlafen stand an. Heute ging es wieder mal in den Keystone State nach Pennsylvania. Dort stand heute Rafting auf dem Programm. Ich motivierte 25 Praktikanten von Siemens und zwei Au-Pairs mich dorthin zu begleiten. Meine erste Amtshandlung war es Markus, Konstantin und Daniel in Hillsborough einzusammeln und in die Poconos zu fahren.

Unser Schlauchboot

Der Rest traf sich auf dem Parkplatz von Siemens Corporate Research und fuhr von dort aus los. Dank unseres TomTom erreichten wir das Rafting Center Jim Thorpe, PA gegen 9:15. Ein paar der anderen waren auch schon, einige ließen jedoch noch auf sich warten.

Man über Bord

Ich klärte die Formalitäten und bekam 27 Rafting Tickets in die Hand gedrückt um diese zu verteilen. Nachdem dies geschehen war holten wir uns unsere Neoprenanzuege, da die Wassertemperatur noch ein wenig frisch war. Mittlerweile trudelten auch die restlichen Leute ein und machten sich fertig. Bevor wir die Busse bestiegen gab es eine kleine Sicherheitseinweisung und jeder bekam noch einen Eimer um seine Lebensmittel wasserdicht zu verpacken. Danach saßen wir auf den ausgemusterten Schulbussen auf.

Vor der Rafting Pause

Nach einer kurzen Fahrt hieß es dann absitzen und wir marschierten zu Fuß durch das Unterholz bis wir an eine Stelle kamen, an der schon massig Schlauchboote gestapelt waren. Man nahm sich eins weg und schleppte es dann zum Fluss, wo es zu Wasser gelassen wurde. Wir hatten uns ein knallrotes Gummiboot ausgeschaut. Da uns jemand zuvor kam blieb dann für uns nur noch ein blaues übrig. Dann galt es noch schnell genug hineinzuhüpfen und schon ging es los.

Auf einen Stein aufgelaufen

Die Strömung hätte für meinen Geschmack etwas stärker sein können. Aber auch so hatten wir eine Menge Spaß. Nach ungefähr der Hälfte der Tour machten wir eine halbstündige Mittagspause in der uns ziemlich kalt wurde. Nach dem Zwischenstopp war etwas mehr los aber es hielt sich immer noch in Grenzen.

Schon etwas nass geworden

Hier noch der Streckenverlauf, den ich mit meinem Garmin eTrex Vista HCx mitgeplottet habe

Streckenverlauf Rafting

Feuer frei im Schießkino

Samstag, 08. März 2008

Heute stand mal wieder amerikanische Kultur auf dem Programm und wir beschlossen einen Ausflug zu machen. Es ging zur Sunset Hill Shooting Range in den Poconos in Pennsylvania.

Sunset Hill Shooting Range

Wir trafen uns in Hillsborough und fuhren dann mit zwei Autos in Richtung Poconos. Nach ca. 90 Minuten hatte uns unser Regenspezialist Manuel an den Ort des Geschehens gefahren. Nach kurzer Registrierung bekam jeder eine Schutzbrille und Gehörschutz. Ein Helm war nicht erforderlich. ;-)

Ich mit Stahlhelm

Die Masse von uns entschied sich als erste Waffe das AR-15 Sturmgewehr zu schiessen. Darüber konnte ich nur müde lächeln und wählte den M1 Garand. Jenes Selbstladegewehr mit denen uns die Allierten in den 40ern von den fiesen Nazis befreiten. Das Gewehr hat wirklich Spaß gemacht und besonders der letzte Schuss wird mir in Erinnerung bleiben. Nachdem der Ladestreifen nämlich leergeschossen war, wird er durch Federdruck nach oben ausgeworfen. Das hierbei entstehende “Pling”-Geräusch kennt jeder, der schon Call of Duty gespielt hat. Die Aufsicht fragte mich ob ich schon einmal mit einem Gewehr in meinem Leben geschossen hätte. Ich versuchte nicht zu lächeln. ;-)

Schießen mit dem M1 Garand

Danach sollte es eine Pistole werden. Den Anfang machte die Heckler & Koch USP. Einigen schien es zu gefallen. Doch auch hier musste es mehr für mich sein. Ich nahm die Desert Eagle 44 und hatte laut der Zielscheibe eine Geiselnahme zu entschärfen. Einer der Kollegen schaffte es sogar den gesamten Aufbau im Hinterland mit der Desert Eagle 44 zu zerlegen und das Gerüst ist dann fernsehreif in sich zusammengefallen.

Geiselnahme mit Desert Eagle 44

Die dritte Waffe war dann doch ein Sturmgewehr Modell FN-FAL STG-58. Ein Gewehr, dass ordentlich Rückstoß fabrizierte. Geschossen wurde im übrigen auf irgendwelche Plüschtiere oder ähnliches. Es hatte es gewissen Flair von Piñatas.

Schießen mit der FN FAL

Manuel wagte sich dann noch an die abgesägte Schrotflinte

Manuel schießt mit der Schrotflinte

Den Abschluss bildete das Tontaubenschießen. Anfangs war es gar nicht so leicht die kleinen Wurftauben zu treffen. Man durfte nicht lange zögern, sondern musste sofort schießen. Nach kurzer Zeit hatten wir den Bogen raus und Markus traf sogar 100% der kleinen Scheiben.

Schießen auf Tontauben

Soviel rumgeballer macht natürlich hungrig und so suchten wir nach dem Schießen noch einen Taco Bell auf.

Bei Taco Bell nach dem Schießen

Zu Besuch bei den Amischen

Samstag, 01. März 2008

Heute haben wir uns nach Pennsylvania in Lancaster County zu den Amischen aufgemacht. Besonders bekannt ist das Lancaster County als Siedlungsort der strenggläubigen, deutschstämmigen Amischen. Wir wollten uns ein Bild über diejenigen machen die jenseits von iPhones, Autos und anderen Symbolen der Konsumgesellschaft leben.

Amish Kutsche

Wir trafen uns um 10:00 morgens auf dem Parkplatz von Siemens Corporate Research und fuhren dann mit einem Auto los. Die Fahrt über die überwiegend Mautstraßen dauert gut zwei Stunden. Leider hatte zu unserer Enttäuschung das Touristenbüro geschlossen und wir mussten uns mit Broschüren begnügen.

Amish Tourist Center

Also zogen wir weiter und kehrten gegen Mittag in ein ansässiges Diner ein. Das hatte jedoch nicht viel mit der Thematik zu tun. Immerhin war es nicht gnadenlos überteuert.

Historischer Zug In Strassburg, PA

Als nächstes stand eine Fahrt mit der Strasburg Rail Road auf dem Programm. Ein sehr hübsch hergerichteter Zug, in dem es dank zweier Kohleöfen jedoch so warm war, dass man vergeblich nach den Steinen für den Pinienaufguss suchte. Die Fahrt war sehr kurz und es ist fraglich ob die 12 USD dafür gerechtfertigt waren.

Sandra und ich in der Strassbourg Railroad Eisenbahn

Als letzteres Highlight besichtigten wir ein typisches Amischenhaus. Für knapp 5 USD erweiterte man unseren Horizont und wir erfuhren eine Menge aus dem Leben der Leute hier. Es wurde über deren Leben, deren Kleidung und deren Einstellung zur weltlichen Themen erzählt.

Amisches Dorf

Auf dem Rückweg in die Zivilisation machten wir dann noch einen Stop bei Starbucks, wo ein White Chocolate Moccha Venti Size für unser Wohlergehen sorgte. Auf dem Parkplatz von Siemens Corporate Research stand als Abschluss noch ein kleines Experiment an. Ein kleines Straßenrennen zwischen dem Chevrolet Cobalt Sport und dem Pontiac G6 GT zeigte, dass 1,2 L mehr Hubraum sowie ca. 40 PS mehr auch in höherer Beschleunigung enden. So sah ich leider nur die Rücklichter fühle mich jedoch bestätigt, dass man die Physik nicht austricksen kann.

Paintball-Event in Pennsylvania. Oder doch nicht?

Dienstag, 26. Februar 2008

Um hier mal ein wieder etwas aktiver zu werden, beschlossen Manuel und ich die müde Truppe von Siemens zu einem Paintball-Event zu animieren. Angesichts der Kurzfristigkeit kein leichtes Unterfangen. Als Anlage suchten wir uns einen Anbieter in Jim Thorpe Pennsylvania aus. Dort stehen einem diverse Felder mit verschiedenen Szenarien zur Verfügung.

Wir zogen alle Register und holten uns als erstes die Experten-Meinung von Tim der schon einmal ein solches Ereignis organisiert hat. Nach kurzem Mailwechsel mussten die Massen mobilisiert werden. Das ganze sollte in einem Dreiklang aus Siemens-interner Mailingliste, einer Google-Group-mailingliste und einem Facebook-Event stattfinden.

Facebook Event Paintball in Pennsylvania

Leider lief die Aktion nicht so schön an wie er hofft. Jetzt heisst es die nächsten zwei Tage zittern ob wir die geforderten 20 Leute zusammenbekommen. 20 Leute sind nötig, damit man sein eigenes Feld bekommt. Alles andere hat den Nachteil, dass man sich das Feld sonst mit diversen professionellen Spielern teilen muss, die nichts anderes als Paintball spielen.

UPDATE: Leider fanden sich nicht genug Leute zusammen, was wohl zum einen an der kurzfristigen Planung und zum anderen an den doch höher als Anfangs geschätzten Kosten. Leider ist dieses Wochenende kein Rabatt-Event und so kommt zum dem Basis-Paket bestehend aus Markierer, Maske, Overall noch die Munition separat. Ich denke wir werden im Frühjahr noch mal einen weiteren Termin ansetzen. Dann mit Hinblick auf diverse Rabattierungen sowie mehr Vorlauf. Und dann sollte es ziemlich schwierig sein sich dem Ereignis zu entziehen.