Alle Jahre wieder

Nach vielen Jahren kam ich endlich mal wieder in den Genuss einer Weihnachtsfeier. Und die war für den heutigen Tag angesetzt. Ab 18:00 Uhr wurden wir Mitarbeiter von Siemens Corporate Research ins Westin Princeton geladen wo es Speis und Trank geben sollte.

Die Einladung sprach von semi formaler Kleidung. Laut der Wikipedia hieße das eigentlich schon Smoking mit schwarzer Fliege. Die meisten auf der Party kamen im Anzug, unter den Praktikanten ging es dann doch etwas lockerer zu.

Unser Tisch auf der Weihnachtsfeier von Siemens Corporate Research

Ich bin direkt nach der Arbeit hingefahren, lag das Hotel ja in weniger als zwei Meilen entfernt. Somit war ich dann auch einer der ersten vor Ort. Die erste Stunde war der Empfang im Foyer. Überall schwirrten Kellner herum, die kleine Häppchen reichten. Aufgrund der Tatsache, dass ich ja wieder mit dem Auto nach Hause musste, war es wieder ein nichtalkoholischer Abend für mich.

Sandra und ich auf der Siemens Corporate Research Weihnachtsfeier

Um 19:00 Uhr öffneten sich dann die Türen zum großen Ballsaal, wo jeder an einem Tisch Platz nahm. Der Stimmungsmacher, im Rastafarian-Look, stellte immer lustige Bedingungen um die Last am Buffet auszubalancieren. Zu allererst durften diejenigen zuschlagen, die einen iPhone-Besitzer am Tisch hatten. Zu dumm nur, dass mein iPhone zu Hause lag. Irgendwann kamen wir auch so zum Zug und stürzten uns auf das Buffet.

Die andere Seite unseres Tischs

Nach der Essen wurde eine kurze Rede gehalten und dann füllte sich auch die Tanzfläche.

Den Abschluss des Abends stellte der Nachtisch in Form diverser Backwaren da.

Kleines Get2Gether

Am gestrigen Mittag erhielt ich eine Mail, ob ich (bzw. jeder) denn nicht am Abend bei einer kleinen Party bewohnen wollte. Zu feiern gab es wohl einen Geburtstag und einen Abschied. Freunde durften auch mitgebracht werden. Einzige Auflage war es, Alkohol mitzubringen.

In Deutschland wäre das auch kein größeres Problem, aber in God’s own Country ist es nicht selbstverständlich seinen Alkohol in einem Supermarkt zu kaufen. Dafür gibt es hier so genannte Liquor Stores. Ich habe also für mich und zwei weitere Praktikanten Bier eingekauft und wir haben uns dann in der Nähe des Veranstalters getroffen.

Auf der Party im November

Auf der Party hat man dann viele Siemens-Gesichter getroffen. Das Trinken hielt sich in Grenzen, da jeder auch mit dem Auto wieder nach Hause kommen musste. Es war auf jeden Fall ein netter Abend.

Frühstück – Die wichtigste Mahlzeit des Tages?!?

Am Frühstück scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Für die einen unverzichtbar, für die anderen nicht unbedingt notwendig. Ich halte mich irgendwo dazwischen auf. Gegen ein gutes Frühstück habe ich nichts einzuwenden, kann im Zweifel auch gut drauf verzichten.

Das Frühstück im Holiday Inn in Princeton ist für viele Praktikanten der Grund so lange wie möglich im Hotel zu verweilen. Woran liegt das?

Frühstücksbuffet im Holiday Inn in Princeton

Sicherlich zum einen an der reichen und vielfältigen Auswahl. Man kann hier zwischen Pan Cakes, Rührei mit Speck, Bagels oder Corn Flakes wählen. Ausserdem gibt es frisches Obst und diverse Säfte.

Pan Cakes zum Frühstück

Mein Frühstück sieht eigentlich fast immer gleich aus. In der ersten Runde gibt es Pan Cakes mit Ahorn-Sirup. Danach gibt es dann noch schönes Rührei mit Speck und sollte ich dann immer noch nicht voll sein, ein paar Kartoffeln. Als Getränk hat es mir der Cranberry-Saft angetan.

Rührei mit Speck

Kurzzeitig hatte ich es auch mal in Erwägung gezogen Corn Flakes zu frühstücken. Allerdings habe ich den Gedanken dann schnell wieder verworfen, nachdem ich mir überlegt hatte, dass es Corn Flakes sicherlich für den Rest des Praktikums geben wird.

Insgeheim zähle ich schon die Tage, bis ich meine Henkersmahlzeit hier einnehmen werde. Und wie ich heute erfahren habe, wird es morgen dank Thanksgiving kein warmes Frühstück geben. Anstelle dessen tritt dann das klassische Continental Breakfast an die Reihe. :-(

Mein Hotelzimmer

Heute stelle ich mein Zimmer im Holiday Inn in Princeton vor. Ursprünglich gab man mir hier ein Zimmer mit zwei Betten. Dies habe ich selbstverständlich sofort moniert, da einfach zu viel Platz mit dem zweiten Bett verschwendet wird.

Das Zimmer ist sehr groß, sauber und gemütlich. Allerdings auch sehr kalt, was an den zwei Aussenwänden liegt. Beheizt wird das Zimmer durch eine Klimanlage/Heizlüfter-Kombination. Wenn man die ein paar Minuten laufen lässt, ist es auch schön kuschlig warm. Mein Bett ist ein Queensize und somit gute 1,5m breit. Da braucht man sich keinerlei Sorgen machen rauszufallen. Abgerundet wird das ganze durch vier Kissen die alle verschiedene Härtegrade haben.

Mein Zimmer im HolidayInn in Princeton

Der Fernseher macht auch einen guten Eindruck und weil er sehr nah am Bett steht wirkt er auch einigermaßen groß. Außerdem wurde da ein N64 eingebaut aber ich will gar nicht wissen, was der Spaß hier kostet. Ich war schon neugierig was Pay-per-view hier läuft, aber bei 12,99 USD pro Film hört der Spaß dann auf.

Wireless Internet hingegen ist dafür kostenlos und somit stellt das Bloggen hier am Abend auch keinerlei Problem dar. Wenn man allerdings etwas mehr über den Äther anfordert, drosseln die einem hier die Leitung. Also muss das neueste Update auf MacOSX 10.4.11 noch ein wenig warten.

Mein Badezimmer im HolidayInn in Princeton

Das Badezimmer überrascht auch angenehm mit großem Waschtisch und Spiegel. Jeden morgen bringt die Reinigungskraft neue Shampoos, Duschgels und Lotionen, die ich dann immer verstecke um so den Verbrauch zu suggerieren. Nutzen werde ich die kleinen Fläschchen dann, wenn ich hier auf Reisen und Trips gehe.

Siemens Corporate Research zahlt jedem Praktikanten für 13 Nächte das Hotelzimmer. Diese Animositäten wie ein täglich frisch gemachtes Bett, der kurze Weg zur Arbeit und das Frühstück (Bericht darüber folgt später gesondert) nutzen viele Praktikanten, mich eingeschlossen, gerne voll aus bevor sie dann in ihre Bleibe für den Rest des Praktikums umziehen.

Ich war noch niemals in New York

Stimmt in meinem Fall nicht ganz. Für viele der anderen Praktikanten die heute mit zur Einführungsveranstaltung bei CDS in New York City fuhren allerdings schon.

Morgens stand allerdings erstmal wieder das geniale Frühstück im Hotel an. Mein “Schützling” war auch schon da. Wir aßen zusammen Frühstück und machten uns dann zügig auf den Weg zur Bahnstation “Princeton Junction”. Dort hatten wir auch gleich das erste Parkplatzproblem. Direkt am Bahnhof gab es keinen einzigen Parkplatz mehr. Uns viel ein scheinbar verlassener Parkplatz auf wo wir das Auto zunächst abstellten. Wie sich jedoch herausstellte war der nur für (zahlende) Anwohner vorgesehen und bevor man uns für teuer Geld das Auto abschleppt beschlossen wir weiter zu suchen. Letztendlich fanden wir auch einen (kostenpflichtigen) Parkplatz mussten dann aber einen kleinen Fußweg in Kauf nehmen.

Wir kauften uns die Zugtickets für jeweils ca. 12 USD und waren froh, dass wir den Zug noch rechtzeitig bekommen hatten. Wir hatten Glück und es war ein Expresszug, so dass dieser nur ein oder zwei Stops bis New York City machte.

In New York City an der Penn-Station angekommen wechselten wir in die U-Bahn. Wir holten uns zusammen eine 6er-Karte und weil wir so vor uns hinträumten sind auch gleich in die falsche U-Bahn gestiegen und waren auf dem Weg nach Downtown-Manhattan. Zum Glück merkten wir das rechtzeitig und waren kurze Zeit später im richtigen Zug. Nach zweimal umsteigen stand noch ein kurzer Fußmarsch an und pünktlich wie die Maurer erreichten wir das Gebäude von CDS. Das Deutsche Konsulat ist im gleichen Gebäude beheimatet.

Bei CDS mussten wir dann durch eine Sicherheitsschleuse und unser “Handgepäck” wurde auch geröntgt. Jeder von uns bekam dann noch ein farbiges Namensschild bevor es dann Treppensteigen hieß.

Oben erwartete uns dann ein riesiger Saal und wir saßen allesamt im Kreis, während sich das CDS-Personal vorstellte. Im Anschluss wurden wir nach den Farben unserer Namensschilder aufgeteilt und je ein CDS-Betreuer übernahm eine Gruppe.

In der Gruppe musste durfte sich jeder dann vorstellen bevor uns dann all das erklärt wurde, auf was man in den USA achten muss.

Im Central Park in New York City

Nach zwei Stunden war das Meeting vorbei und wir wurden entlassen. Die Masse zog es nun vor New York City zu erkunden. Ich für meinen Teil kannte die Stadt schon relativ gut und meine Begleitung brauchte ja noch ihren Mietwagen. Ein weiterer Praktikant der noch ein Meeting in seiner Abteilung hatte kam auch mit uns. Zur Sprachunterstützung hatte er einen kleinen Übersetzer dabei, auf dem ich immer fleissig tippen durfte, wenn er das ein oder andere Wort nicht kannte.

Ich mit dem Chinesich-Uebersetzer

So machten wir nur einen kleinen Abstecher durch den Central Park. Den Namen Lunge der Stadt trägt er zurecht und der Herbst liefert hier ein wahres Farbenmeer.

The Lake, Central Park

Dann fuhren wir mit der U-Bahn zum Times Square. Von da aus liefen wir wieder zu Penn-Station und bestiegen den Zug in Richtung Princeton.

Am Times Square in New York City

Diesmal hatten wir leider nicht ganz soviel Glück und erwischten den Bummelzug, welcher über eine Stunde für die Strecke brauchte. In Princeton angekommen machten wir uns dann mit meinem Wagen auf nach Iselin zur Autovermietung. Es war knapp aber zwanzig Minuten vor sechs Uhr erreichten wir die Mietstation und alle Beteiligten waren sichtlich erleichtert.

Um den Tag abzurunden kehrten wir noch beim Mexikaner ein und aßen genüsslich zu Abend. Alles in allem eine sehr runde Sache.

Ich fuhr zu allerletzt noch den Praktikanten nach Princeton zu Siemens Corporate Research, wo sein Auto stand. Sein Meeting fand allerdings ohne ihn statt, da dies zeitlich unmöglich zu schaffen gewesen wäre.