Der Winter ist zurück

Ich hatte zwar die Hoffnung den Winter überstanden zu haben, jedoch schlug dieser noch einmal mit voller Härte zu.

Mein Haus im Schnee

Über Nacht ist in vielen Teilen von New Jersey ca. 22 Zentimeter Neuschnee gefallen. Und auch in dem Teil wo ich wohne und arbeite war es nicht gerade wenig. Ein erstes Indiz dafür, dass heute etwas anders war als sonst, war die die Stille gepaart mit eisiger Kälte. Normalerweise ist hier so laut als würde das Bett direkt auf einer Bundesautobahn stehen. Zu verdanken habe ich das der Leichtbauweise der Häuser hier.

Meine Straße nach dem Schneefall

Sogar dem kleinem Hund war das Wetter hier zu kalt und so verkroch sie sich in der noch warmen Bettdecke.

Lula unter der Bettdecke

Meine Vermieterin zeigte sich sehr verwundert, dass ich überhaupt zur Arbeit gehen würde, da anscheinend eine Menge der Amerikaner solch ein Wetter dafür nutzten gleich ganz zu Hause zu bleiben. Den volkswirtschaftlichen Schaden von einem bisschen Schnee möchte man sich gar nicht ausmalen.

Mein Cobalt Sport zugeschneit

Immerhin stattet Nationalcar die Autos mittlerweile mit einer kleinen Kratzer-Handfeger-Kombination aus. Und so entfernte ich den Pulverschnee von meinem Wagen. Der Weg zur Arbeit nach Princeton verlief verhältnismäßig angenehm, waren doch nicht viele Leute unterwegs. Diejenigen die es doch zur Arbeit wagten, fuhren allerdings auch nur mit ca. 30 km/h. Und das auf einer drei-spurigen Straße mit baulich voneinander getrennten Fahrstreifen.

Mein Cobalt Sport freigeschaufelt

Käffchen und ein paar Gedanken zum Umweltschutz

Da ich jetzt zur Programmiererfraktion gehöre, darf auch das
offizielle Getränk nicht fehlen. Und so kommt es, dass ich mir ab und
an einen Kaffee gönne. Was jetzt nicht heissen soll, dass ich von
meinem Tee-Konsum abgekommen bin. Das Angebot an Kaffeesorten ist hier
reichhaltig. Allerdings gibt es auch keinen, der mich wirklich
überzeugt. Es werden hier kleine Pappbecher bereitgestellt, die zwar
ihren Zweck erfüllen, allerdings nicht gerade umweltfreundlich
sind.

Um gleich zwei Probleme auf einmal zu lösen bin ich also zum
nächsten Starbucks getigert um mir eine schöne Tasse zu kaufen. Diese
habe ich auch gefunden. Vom Volumen her entspricht die zwei Pappbechern.
Bedeutet im Umkehrschluss auch weniger zum Automaten laufen.

Mein Starbuckstasse und der zuckerfreie Vanillesirup

Als ich bei Starbucks war, habe ich dann auch gleich Nägel mit
Köpfen gemacht und mir neben der Tasse auch gleich noch einen Liter
Vanillesirup geholt. Der kostet hier nur 7 USD. In Deutschland zahlt man
dafür gut und gerne das zwei- bis vierfache. Bevor mir hier jedoch
wieder vorgeworfen wird, ich würde mich hier nur von Zucker und
Vollmilch ernähren, der Sirup ist zuckerfrei und hat 0 Kalorien.

Wo hier gerade das Thema Umweltschutz angesprochen wurde. Damit ist
es hier echt nicht weit. Die Hauswände sind in der Regel hauchdünn,
die Fenster isolieren nicht, und es wird Wasser verschwendet, dass
glaubt man nicht. Warum müssen in einem Urinal z.B. mehr als 3 Liter
Wasser sein, die dann beim spülen komplett entsorgt werden? Allerdings
bin hier auch nicht frei von Schuld. Als ich heute Abend meinen
Arbeitsplatz verliess, war mein Wagen komplett mit Schnee zu. Und da ich
keinen Kratzer hatte wurde der Wagen amerikanisch enteist. Nach ca. 15
Minuten und Gott weiss wie viel Gallonen, war der Wagen frei und ich
konnte losfahren. Damit so etwas nicht noch einmal passiert, habe ich
mir gleich beim ersten Supermarkt einen Eiskratzer gekauft.

Der erste Schneefall

Da wache ich heute morgen auf und schaue durch das Fenster um festzustellen das der erste Schnee gefallen ist.

ErsterSchneeVorDerHaustuer

Auch meinen Wagen hatte es erwischt. Zum Glück konnte ich den noch einfach wegfegen. Ich werde mir jedoch einen Eiskratzer zulegen müssen.

ErsterSchneeAufDemAuto

Am Abend waren dann doch die Scheiben zugefroren und musste den Wagen amerikanisch enteisen. Dazu lässt man einfach den Motor laufen, bis das kuschelige, warme Auto das Eis zum Schmelzen gebracht hat.